Seele Sprüche

Sprüche über Seele

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Die Seelen kennen keinen Tod; so oft sie ihren Sitz verlassen, nehmen neue Wohnungen sie auf.

Ovid, Metamorphosen, entstanden um 1 oder 3 bis 8 n. Chr

Unser Lebendiges das ist die Seele – sie ist Leben, und nimmer hat der Tod Macht über sie.

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Es ist auch schon manche Seele erfroren.

Pauly, Aphorismen, 1905

Von unserem wahren Wesen glauben wir oft, es wäre eine Maske, daher auch das viele seelische Unglück.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Die Seele des Menschen ist eine Leuchte Gottes.

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Ein ernsthaftes Gemüt ist der natürliche Boden zur Hervorbringung aller Tugenden, und der einzige Charakter, der dem Menschen Ehre macht.

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Es muss leichter sein, die Bahn eines Sterns zu berechnen, als ein Stückchen seiner eigenen Seele klar zu legen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Sind Greise mürrisch, grämlich, zanksüchtig, geizig, so sind dies Fehler der Gemütsart, nicht des Alters.

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Auch im höchsten Verderben unserer Natur löscht sich das Licht Gottes, das ewige, in der menschlichen Seele nicht aus.

Pestalozzi, An die Unschuld, den Ernst und den Edelmut meines Zeitalters und meines Vaterlandes, 1815

Was im Menschen rein und herrlich ist, bleibt unverwüstlich, und ist ein Kleinod in allen Zeiten.

Stifter, Der Nachsommer. Eine Erzählung, 1857. Dritter Band. 4. Der Rückblick

Wir treiben zu wenig innere Politik!

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Das primitive Seelische ist im vollsten Sinne unvergänglich.

Freud, Zeitgemäßes über Krieg und Tod, 1915. I. Die Enttäuschung des Krieges

Die jungfräuliche Seele ist eine reife Rose, aus der, sobald ein Blatt gezogen ist, leicht alle gepaarte nachfallen.

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Dritter Band. 20. Jobelperiode. 87. Zykel

Aus der inneren, geordneten Einheit erwächst der starke Charakter, den nichts beugt, nichts schreckt, nichts verweichlicht; er sucht nichts, er fürchtet nichts; jeder Zufall findet ihn ernst und strenge, milde und fest, immer aber unerschütterlich.

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Einen Arzt hörte ich sagen: die Seele ist ein Papier, das keinen Kurswert hat.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Heilig sollst du halten jede reine Regung deines Gemütes; heilig achten jede fromme Ahnung, denn sie ist Kunst in uns!

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Einem jedem ist die Sorge um seine Seele selbst überlassen und kommt ihm zu.

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Freue dich, o Seelenvogel, Lasse deine Jubel schallen, Daß du in der Rose zarte, Liebe, süße Haft gefallen! Nicht in eines Vogelstellers Rohe Netze wirst du sinken, Nicht ergriffen wirst du werden Mörderisch von Räuberkrallen. Zwar es hat der Dorn der Rose Tief genug dein Herz verwundet, Und so wirst du dich verbluten Und hinab zu Grabe wallen. Doch der Tod, der dich erwartet, Ist der schönste Tod von allen; Sterben wirst du nach dem edlen Sterbebrauch der Nachtigallen.

Daumer, Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte, nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern, 1846

Nichts richtet das Gemüt so auf wie das Gefühl, geliebt zu sein.

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Die Seele sollte immer halb offen bleiben, bereit, die ekstatischen Erfahrungen willkommenzuheißen.

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Am Meer Wie ist dir nun, meine Seele? Von allen Märkten des Lebens fern, darfst du nun ganz dein selbst genießen. Keine Frage von Menschenlippen fordert Antwort. Keine Rede noch Gegenrede macht dich gemein. Nur mit Himmel und Erde hältst du einsame Zwiesprach. Und am liebsten befreist du dein stilles Glück, dein stilles Weh in wortlosen Liedern. Wie ist dir nun, meine Seele? Von allen Märkten des Lebens fern darfst du nun ganz dein selbst genießen.

Morgenstern, C., Gedichte. Ich und die Welt