Seele Sprüche – abschied
48 Sprüche gefunden
Seelen Du weißt, wir bleiben einsam: Du und ich, Wie Stämme, tief in Gold und Blau getaucht, Mit freien Kronen, die der Seewind küßt … So nah, doch ganz gesondert, ewig zwei. Doch zwischen beiden webt ein feines Licht Und Silberduft, der in den Zweigen spielt, Und dunkel rauscht die Sehnsucht her und hin …
O wilder Vogel Seele, den nie einer fängt! O wilder Vogel Seele, der nie sein Herz an andre hängt!
Gradgewachsene Seelenkrüppel.
Meine Seele ist so fremd Meine Seele ist so fremd allem, was als Welt sich preist, allem, was das Leben heißt. Meine Seele ist so rein – keine Scham ist ihr zu eigen. – Nackend steht sie, ohne Hemd abseits eurem Lebensreigen. – Darum nennt ihr sie gemein. Meine Seele weiß es kaum, daß ihr schmähend sie verflucht; – sie tut keiner andern wehe; – ihren fernen, fremden Traum stört nicht einmal eure Nähe! – – Meine Seele sucht. – Sie sucht.
Die verirrte Seele Verirrt zu dir ist meine Seele, Und weiß doch, daß sie nur verirrt, Wie eine fortgewehte Blüthe, Und ewig fremd dir im Gemüthe, Umsonst die Heimat suchen wird. Vergeblich, daß ich mir verhehle, Wie du nicht ahnst, was um dich ringt! Kein Hoffen täuscht das stille Bangen, Und doch verstummt nicht das Verlangen, Das keinen Frieden je mir bringt. Sie fragen quälend, was mir fehle? Der Tag ist blau, die Biene schwirrt: Bin nicht daheim, bin nicht im Leben, Seit ich die Seele hingegeben, Die willenlos zu dir verirrt!
Die Kultur befreite uns von der körperlichen Marter. Wer befreit uns von der seelischen?