Seele Sprüche – trauerkarte
105 Sprüche gefunden
Die Höhe einer Menschenseele ist zum Teil danach zu ermessen, wie weit und vor wem sie fähig ist, Ehrfurcht und Verehrung zu bezeugen.
Seelen sind wie Harfen in den Winden gehängt. Aus jeder kann ein Klang erweckt werden; vom eintönig dumpfen Laut bis hin zur selig-reinen Melodie, die Gott selbst unmittelbar auf der Menschenseele spielt.
Sieh, die gute Seele blüht auf im Leid, wie die schöne Rose im Tau des Maien. Es ist der enge Weg, der da herrlich hinaufführt zur Pforte des Himmels. Leiden kleidet die Seele in ein Rosengewand von Purpur, sie trägt der roten Rosen Kränzlein.
Es ist eine große Kunst, jede Seele zu ertragen.
Edle Seelen werden, wenn sie in der Liebe Unglück haben, um so empfänglicher für die Reize der Freundschaft.
Ich danke dir, du tiefe Kraft, Die immer leiser mit mir schafft Wie hinter vielen Wänden; Jetzt ward mir erst der Werktag schlicht Und wie ein heiliges Gesicht Zu meinen dunklen Händen.
Doch wenn der Seele Glut sich nicht mit Geist vermischt Und körperlos erscheint, – ist jeder Reiz verwischt.
Tiefer Seelenschmerz gipfelt in der Sehnsucht nach dem Tode – doch bedeutet Tod Erlösung?
Die Menschen haben eine Seele, die noch lebt, nachdem der Körper zu Erde geworden ist; sie steigt durch die klare Luft empor, hinauf zu all den glänzenden Sternen.
Solange es innere Deckung gibt, können einem die Verluste des äußeren Lebens nichts anhaben.
Efeu und ein zärtlich Gemüt Heftet sich an und grünt und blüht. Kann es weder Stamm noch Mauer finden, Es muß verdorren, es muß verschwinden.
Wer die Seele tötet, weckt die Dämonen.
Mächte des Himmels, ich hatte eine Seele für den Schmerz, gebt mir eine für die Glückseligkeit.
Seelenkranker! alle Rosen blühn, Warum bleibt dein Herz allein verdorrt, Sonne lockt und tausend Quellen sprühn, Warum ist bei dir umsonst ihr Mühn?
Ein tief Gemüth bestimmt sich selbst zum Leid.
Sing, unsterbliche Seele, der sündigen Menschen Erlösung.
Die Menschheitsseele Ich war bei dir, in einem andern Leben, und doch, ein andres Leben war es nicht. Ich sah dich wie in Lichtes Fluten schweben, und doch und doch gebrach es mir an Licht. War bei dir, ich weiß nicht, ob am Tage, ob auch vielleicht in sternenarmer Nacht, und finde keine Antwort auf die Frage, welch Intervall mich dir emporgebracht. Es schien mir wie in unbekannter Ferne, und doch war diese Ferne mir bekannt; du strahltest wie auf einem andern Sterne, und doch war dieser Stern mein Vaterland. Wir trafen uns so weltenabgelegen, ich weiß es nicht, in welchem Geisterreich; du kamst wie eine Fremde mir entgegen, und doch und doch erkannte ich dich gleich. Ich hatte dich so oft, so gern gesehen, als pilgernd ich zum Morgenlande kam; ich sah dich leiden, und so ist's geschehen, daß ich dein Bild im Herzen mit mir nahm. Du gingst von dort nach allen, allen Landen. Doch, wo du grüßtest, dankte man dir kaum. So bliebst du unbeachtet, unverstanden, ein armes Weib der Menschheit Jugendtraum. Nun war ich bei dir, jetzt, emporgetragen von meiner Liebe, die dir treu verblieb, denn wie sie dich geliebt in jenen Tagen, so hat dich meine Seele jetzt noch lieb. Und wie mein Herz dein Weh mit dir gelitten, der Menschheit großes, selbstverschuldet Leid, so hab ich mutig stets für dich gestritten und bin für dich auch ferner kampfbereit. Mir ist ja die Erkenntnis aufgegangen, die leider nicht ein Jeder in sich trägt, daß der Verwandtschaft Bande uns umfangen und daß mein Puls grad wie der deine schlägt. Ich weiß es, daß ich mit dir steh und falle; daß deine Zukunft auch die meine ist und daß als leiser Ton ich mit erschalle in dem Akkorde; dessen Klang du bist. Als dieser Ton bin ich emporgeklungen auch heut zu dir und klinge fort und fort; als dieser Ton hab ich auch mitgesungen dein Klagelied, dein holdes Friedenswort. Ich weiß es wohl, es wird umsonst erklingen, so viel der Mensch vom Völkerfrieden spricht; ihn kann ja nur die wahre Liebe bringen, und diese, diese kennt der Mensch noch nicht. Ich dachte dein und durfte zu dir steigen; es war so licht, so hell, so klar bei dir, und dennoch konntest du dich mir nicht zeigen, denn dunkel, menschendunkel war's bei mir. Du gingst vorüber, und in frommer Feier verklang in mir der Wehmut heilger Ton; es legte sich um mich der Hoffnung Schleier - - du warst verschwunden; warst der Welt entflohn.
Das unbotmäßige Leid einer schmerzerstarrten Seele banne durch Vernunft.
Anfangs fällt die Gestalt im Grabe ein, dann schleift sich sogar ihr Bildnis auf dem Grabsteine hinweg; – was bleibt? Was beide erschuf, die Seele!
Ein vergiftet Gemüt saugt Gift aus den süßesten Blumen.
Eine zerrissene Seele kann nichts Ganzes schaffen, ja nicht einmal sehen.