Sterben Sprüche – liebe

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Ich hätte mir nicht gedacht, daß das Sterben so süß wäre.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Letzte Bitte Du sagst mir kalt, ich soll dich meiden, Weil ich zu hoffen nichts mehr habe – Ich fühl' es längst und will auch scheiden, Doch bitt' ich noch um eine Gabe. Gib mir dein Bild! In seine Züge Will dichten ich ein Herz hinein, Und durch der Dichtung holde Lüge Doch in der Ferne glücklich sein.

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Die Menschen wollen's nicht verstehen Zwei Herzen haben sich gefunden – die Menschen wollen's nicht verstehn – und die sich innig treu verbunden, sie sollen auseinander gehn! Doch mächtig einen sie die Triebe, man trennt sie, 's ist des Schicksals Lauf, doch in den Herzen glüht die Liebe in Sehnsucht um so mächtger auf. Er ist so bleich – sie sehn's mit Bangen – und nicht zu ändern ist sein Sinn, es schwanden doch von ihren Wangen die Rosen auch schon längst dahin! Und eines Morgens trug man beide – die Menschen wollen's nicht verstehn – zur Ruhe nach dem Erdenleide – dorthin, wo still die Kreuze stehn! Dort ruhen selig sie im Frieden des leeren Lebens matt und müd – – geliebt, gehofft, getrennt, geschieden – das ist das alte, alte Lied!

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Wo ein Sterbender liegt und wo ein großes Glück im Menschenherzen mit dem Tode ringt, da muß es still sein ringsumher und die teilnehmende Liebe verharrt in ehrfurchtsvoller Scheu.

Hillern, Aus eigener Kraft, 3 Bde., 1886-87 (EA: 1872)

Das tiefe Kämmerlein Es grub der Tod ein Kämmerlein, Grub's in die Erde tief, Gar weit von Schmerz und Sonnenschein – Mein schöner Liebster schlich hinein Und schlief. Ich kniee draußen ganz allein Und klopfe an die Thür: "Wenn du mich liebst, erbarm' dich mein Und tritt aus deinem Kämmerlein Herfür!" Nichts regt sich! Nur des Käuzchens Schrein Irrt durch die Luft so hohl! Ein Schauer rinnt durch mein Gebein – Wie schwarz die Nacht, wie kalt der Stein .. "Leb wohl …"

Ritter, Befreiung. Neue Gedichte von Anna Ritter, 2. Auflage 1900. Originaltext

Ich weiß nicht, ob es nothwendig ist, noch beyzufügen, daß ein Mensch in meinem Alter sich oft und gerne wiederholt, und wenn er sich sogar dem Tode nahe fühlt oder gar auf dem Todbette befindet, sich in Gegenständen, die ihm noch vorzüglich am Herzen liegen, nicht genug wiederholen und nicht satt werden kann, davon zu reden, bis sein Athem ihm selber aus geht.

Pestalozzi, Schwanengesang, 1826. Originaltext