Sterben Sprüche – nachdenklich

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Um eines schönen Friedhofs willen möchte niemand sterben.

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Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein.

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Wenn wir vor dem letzten großen Gericht stehen, wird man uns nicht fragen, was wir gelesen, sondern was wir getan haben.

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Freue dich nicht, wenn dein Feind stirbt; denke daran, dass wir alle sterben müssen.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 8,8)

Der Meister ist da und ruft dich.

Neues Testament. Das Evangelium nach Johannes (#Joh 11,28)

Wenn ihr nun mit Christus den Mächten der Welt gestorben seid, was lasst ihr euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt: Du sollst das nicht anfassen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren?

Neues Testament. Der Brief des Paulus an die Kolosser (#Kol 2,20f)

Nur nicht denken, nicht immerfort dran denken. Nicht an Tod und Sterben denken.

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Sie glauben, Gott werde keine Freude an der Ankunft eines Menschen haben, der trotz ergangenem Ruf nicht herbeieilt, sondern unwillig und widerspenstig muß herangeschleppt werden. Sehen sie einem solchen Sterben zu, so schaudern sie.

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Die Menschen streben nach Dingen, die sie nicht brauchen, und vernachlässigen ihre wahren Segnungen: das Geschenk ihrer Sinne, die wir mit Fug und Recht unser eigen nennen können.

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Nun störet die Ähren im Feld ein leiser Hauch, wenn eine sich beugt, so betet die andere auch. Es ist, als ahnten sie alle der Sichel Schnitt - Die Blumen und fremden Halme erzittern mit.

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Es ist genug.

Inschrift. Grabinschrift

Wir urteilen sicherlich nicht recht, so viel unser das Sterben für etwas Böses halten.

Platon, Apologie des Sokrates, entstanden um 395 v. Chr. Übersetzt von Matthias Claudius

Man sollte täglich darauf achten, dass man nicht stirbt. Ansonsten besteht die Gefahr des Todes.

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Wenn einer alt geworden ist und das Seine getan hat, steht es ihm zu, sich mit der Stille des Todes zu befreunden.

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Friedhöfe sind schweigende Gärten.

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Die Sterben für Gewinn halten, sind schwer zu erschrecken.

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Es ist ungerecht, von einer niedergeschlagenen und durch den Ansturm eines furchtbaren Übels besiegten Seele zu verlangen, sie solle dieselbe Kraft aufbringen wie ein ruhiges Leben. Überrascht es, dass ein Kranker weder gehen, noch wachen, noch sich aufrechterhalten kann? Wäre es nicht weit seltsamer, wenn er noch selber wäre, wie in gesunden Tagen? Wenn wir Kopfschmerzen gehabt und schlecht geschlafen haben, entschuldigt man an einem solchen Tag unsere Unfähigkeit zu jeglicher Arbeit gerne, und niemand verdächtigt uns des steten Unfleißes. Dürfen wir einem Sterbenden das Vorrecht verweigern, das wir einem, der an Kopfschmerzen leidet, zugestehen? Dürfen wir wagen, zu behaupten, er hätte in gesunden Tagen niemals Mut besessen, wenn er im Todeskampf keinen an den Tag legte?

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Die Furcht vor dem Tod, die den Menschen eingeprägt ist, ist zugleich ein großes Mittel, dessen sich der Himmel bedient, sie von vielen Untaten abzuhalten, vieles wird aus Furcht vor Lebensgefahr oder Krankheit unterlassen.

Lichtenberg, Sudelbuch A, 1765-1770. [A 40]

Es wäre interessant zu sterben, d.h. aufzuhören Körper zu sein und nur Geist zu werden. Aber der Mensch, ungeduldig alles Neue zu ergründen, ist nur auf dies eine nicht neugierig.

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Es schlägt endlich für jeden Menschen eine ernste Stunde des Erwachens, des stillen Nachdenkens über sich und Gott, die Erinnerung an die unausweichbaren Schicksale der Seele jenseits des Grabes. – Früh oder spät, aber jedem Menschen schlägt diese Stunde endlich, die sein Innerstes tief erschüttert und seinen Geist unwillkürlich bis an die Schwelle des Todes, an das geheimnisvolle Tor der Ewigkeit, rückt.

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Letzte Einkehr Noch wandert er; doch hinter ihm schon liegen längst die blauen Berge; kurz ist der Weg, der noch zu gehn, und tief am Ufer harrt der Ferge*. Doch blinket schon das Abendrot und glühet durch das Laub der Buchen; so muß er denn auch heute noch wie sonst am Wege Herberg suchen. Die liegt in grünen Ranken ganz und ganz vom Abendschein umglommen; am Tore steht ein blondes Kind und lacht ihn an und sagt Willkommen. Seitab am Ofen ist der Platz; schon kommt der Wirt mit blankem Kruge. Das ist ein Wein! – So trank er ihn vor Jahren einst in vollem Zuge. Und endlich schaut der Mond herein von draußen durch die dunklen Zweige; es wird so still; der alte Mann schlürft träumerisch die letzte Neige. Und bei des bleichen Sternes Schein gedenkt er ferner Sommertage, nur halb ein lauschend Ohr geneigt, ob jemand klopf' und nach ihm frage. (*Fährmann)

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