Sterben Sprüche – nachdenklich

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Der Anfang der Belohnung ist die Seelenruhe beim Sterben.

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Einmal kommt für uns alle die Stunde, in der es kein Ausweichen mehr gibt, in der auch der nächste Freund an der Schwelle, die es zu überschreiten gilt, zurückbleiben muß, in der jeder ganz allein auf sich gestellt ist. Sterben ist von allen menschlichen Erfahrungen die einsamste. Denn selbst wo viele zugleich den Tod erleiden, stirbt doch jeder mit sich allein. Und wie könnten wir beruhigt auf diese dereinst mit Sicherheit uns bevorstehende Stunde zuschreiten, wenn wir hier und jetzt es ständig meiden wollen, allein zu sein? Stille Zeiten sind uns nötig, damit wir bei uns selber einkehren, in uns selber daheim sein lernen.

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Möchtest du beim Sterben vor der Entdeckung bewahrt bleiben, daß du nicht gelebt hast!

Merian (Hg.), An allem wachsen! 365 deutsche Gedanken und Gedichte, ausgewählt von Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1934

Der lehrreichste Gedanke ist: ans Sterben und das heilsamste Denken: an den Tod; wenn alle sich das Bild ihres Sterbebettes und Grabes jeden Tag einmal und außerdem bei jeder wichtigen Entscheidung vorhielten, – wieviel mehr weisen Lebensläufen würden wir begegnen!

Merian (Hg.), An allem wachsen! 365 deutsche Gedanken und Gedichte, ausgewählt von Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1934

Ach! Welch schrecklicher Gedanke, daß wir sterben müssen und welch ewiges Wunder, daß wir das immer wieder vergessen können!

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Sterben heißt, initiiert zu werden.

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Jeder hat die moralische Verpflichtung auszusterben.

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Wenn man erst wüsste, auf welche Weise man sterben muss, dächte man nur noch an den Tod.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Der Fall ist nun klar: Es geht um Licht oder Dunkelheit, und jeder muss sich entscheiden, wo er steht.

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Die Menschen taumeln hin zum Schlunde

Hugo, Oden und Balladen (Odes et ballades), 1818-1822, übersetzt von Ludwig Seeger 1860. Der Dichter in Zeiten der Revolution. Erste Ode, 1821. Originaltext der Übersetzung

Wer gelernt hat zu sterben, hat verlernt zu dienen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 26. Brief. Übers. Internet Originaltext: Qui mori didicit servire dedidicit

Ist das nicht, so frage ich, Irrsinn, zu sterben nämlich, um nicht zu sterben?

Martial, Epigramme, um 101 n. Chr. 2, 80 Übers. Internet Originaltext: Hic, rogo, non furor est, ne moriare mori?

Wenn man an die Grenze geht, muss man sich den Zollwächter gefallen lassen, darum hadre keiner mit einem Arzt.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927