Sterben Sprüche – nachdenklich
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Der Anfang der Belohnung ist die Seelenruhe beim Sterben.
Einmal kommt für uns alle die Stunde, in der es kein Ausweichen mehr gibt, in der auch der nächste Freund an der Schwelle, die es zu überschreiten gilt, zurückbleiben muß, in der jeder ganz allein auf sich gestellt ist. Sterben ist von allen menschlichen Erfahrungen die einsamste. Denn selbst wo viele zugleich den Tod erleiden, stirbt doch jeder mit sich allein. Und wie könnten wir beruhigt auf diese dereinst mit Sicherheit uns bevorstehende Stunde zuschreiten, wenn wir hier und jetzt es ständig meiden wollen, allein zu sein? Stille Zeiten sind uns nötig, damit wir bei uns selber einkehren, in uns selber daheim sein lernen.
Möchtest du beim Sterben vor der Entdeckung bewahrt bleiben, daß du nicht gelebt hast!
Der lehrreichste Gedanke ist: ans Sterben und das heilsamste Denken: an den Tod; wenn alle sich das Bild ihres Sterbebettes und Grabes jeden Tag einmal und außerdem bei jeder wichtigen Entscheidung vorhielten, – wieviel mehr weisen Lebensläufen würden wir begegnen!
Ach! Welch schrecklicher Gedanke, daß wir sterben müssen und welch ewiges Wunder, daß wir das immer wieder vergessen können!
Sterben heißt, initiiert zu werden.
Jeder hat die moralische Verpflichtung auszusterben.
Wenn man erst wüsste, auf welche Weise man sterben muss, dächte man nur noch an den Tod.
Der Fall ist nun klar: Es geht um Licht oder Dunkelheit, und jeder muss sich entscheiden, wo er steht.
Die Menschen taumeln hin zum Schlunde
Wer gelernt hat zu sterben, hat verlernt zu dienen.
Ist das nicht, so frage ich, Irrsinn, zu sterben nämlich, um nicht zu sterben?
Wenn man an die Grenze geht, muss man sich den Zollwächter gefallen lassen, darum hadre keiner mit einem Arzt.