Sterben Sprüche – neuanfang

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Der Junge kann sterben, der Alte muss sterben.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Dryander mit der Komödiantenbande Mich brennts an meinen Reiseschuhn, Fort mit der Zeit zu schreiten – Was wollen wir agieren nun Vor so viel klugen Leuten? Es hebt das Dach sich von dem Haus Und die Kulissen rühren Und strecken sich zum Himmel 'raus, Strom, Wälder musizieren! Und aus den Wolken langt es sacht, Stellt alles durcheinander, Wie sichs kein Autor hat gedacht: Volk, Fürsten und Dryander. Da gehn die einen müde fort, Die andern nahn behende, Das alte Stück, man spielts so fort Und kriegt es nie zu Ende. Und keiner kennt den letzten Akt Von allen, die da spielen, Nur der da droben schlägt den Takt, Weiß, wo das hin will zielen.

Eichendorff, J., Gedichte

Aller Tod in der Natur ist Geburt, und gerade im Sterben erscheint sichtbar die Erhöhung des Lebens.

Fichte, Die Bestimmung des Menschen, 1800. Drittes Buch. Glaube

Ich will ein großes Vielleicht aufsuchen. Laßt den Vorhang fallen, das Stück ist ausgespielt.

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Mein Geschlecht fängt mit mir an, das deine hört mit dir auf.

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Ich war einst nicht und bin nicht mehr. Ich weiß nichts davon.

Inschrift. Antike römische Grabinschrift

Die Natur entlässt den Rückkehrenden unbekleidet, wie sie ihn unbekleidet empfängt.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 102. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Excutit redeuntem natura sicut intrantem

Also hat sich der Fall schon wieder ereignet? Nein, was 's Jahr Onkel und Tanten sterben müssen, bloß damit alles gut ausgeht –!

Nestroy, Einen Jux will er sich machen, 1844

Zieht den Vorhang, die Komödie ist aus!

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Das Sterben ist das letzte, was man anfangen kann.

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Ich starb als Stein und entstand als Pflanze Ich starb als Pflanze und entstand als Tier Ich starb als Tier und ward geboren als Mensch Weshalb sollte ich mich fürchten? Was habe ich durch den Tod verloren?

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Doch wie du auch ein Ende nimmst, du kehrest zu den Göttern, kehrst ins heilge, freie, jugendliche Leben der Natur, wovon du ausgingst, und das ist ja dein Verlangen nur und auch das meine.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Sterben ist nur die Übersiedlung von der Nordseite auf die Sonnenseite des Hauses.

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Man kann nicht still genug in seine letzte Wohnung einziehen.

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Sterben ist eine wilde Nacht und ein neuer Weg.

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Ich bin bereit, meine letzte Reise anzutreten – ein großer Sprung in die Dunkelheit.

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Es geht oft so schwer zu sagen: ich bin bereit.

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Strebenheißt leben: vertausche zwei Buchstaben, es genügt, dass alles sich ins Gegenteil fügt:sterben.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Sterben heißt, initiiert zu werden.

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Ich habe lange genug in der offenen Türe des Todes gestanden; es wird Zeit hinauszutreten und sie hinter mir zuzumachen.

Wehl, Der Ruhm im Sterben. Ein Beitrag zur Legende des Todes, 1886. Letzte Worte

Ist die Zeit gekommen, bleibe ich nicht länger hier. Mein Herz lebt in diesem jungen Baum – in seinen Blüten, in seiner zarten Blätter Tanz. Meine Hoffnung auf immer neue selige Frühlinge bleibt bestehen. Ich selbst werde gehen.

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