Sterben Sprüche – neuanfang

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Wir springen wie ein elektrischer Funken in die andre Welt hinüber.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Magische Philosophie

Und sterbe ich, so ist es nur, als ob ein Schlafender sich auf die andre Seite kehrt, der Vogel seinen Flug ändert, die Welle ihren Weg.

Stehr, Aus den Tagebüchern, in: Die Weltbühne, 1924

Als Michael Hahn im Sterben lag, sagte ein Umstehender: "Jetzt hört das Leben auf." Mit letzter Kraft richtete sich der Totgeglaubte auf und rief: "Nein, jetzt fängt das Leben an!"

Merian (Hg.), Heller wird mir jeder Tag. 365 lebensnahe deutsche Gedanken, auch Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1939

Mit der Welt bin ich nun fertig, Gegenwärtig, Mit der Welt der Gegenwart, Einer besseren gewärtig, Reisefertig; Stör' o Welt, nicht meine Fahrt! Lass' du mich, wie ich dich lasse, 
 Ruhig gehn die eigne Straße, 
 Wir gehen besser ungepaart 
 Ich allein, und du geschart.

Rückert, Poetisches Tagebuch, 1850-1866 (aus seinem Nachlasse), 1888

Weise Rüste Speise. Zur vorhabenden Reise. Kalte Rast, Leg ab die Last, Die du nicht mehr nötig hast. Diese Bahn Ist abgetan, Tritt sie nicht von vornen an. Jung und kühn, Mag sich bemühn, Du wirst nicht noch einmal grün.

Rückert, Poetisches Tagebuch, 1850-1866 (aus seinem Nachlasse), 1888

Der Tod äfft die Geburt; beim Sterben sind wir so hilflos und nackt wie neugeborne Kinder.

Büchner, Dantons Tod, 1835. Originaltext