Sterben Sprüche – romantisch

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Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

Balzac, Die verlassene Frau, 1846

Schließe mir die Augen beide Mit den lieben Händen zu! Geht doch alles, was ich leide, Unter deiner Hand zur Ruh. Und wie leise sich der Schmerz Well um Welle schlafen leget, Wie der letzte Schlag sich reget, Füllest du mein ganzes Herz.

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Lied des Harfenmädchens Heute, nur heute Bin ich so schön; Morgen, ach morgen Muß alles vergehn! Nur diese Stunde Bist du noch mein; Sterben, ach sterben Soll ich allein.

Storm, T., Gedichte. 1852

Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht, Das rote Gold meines Herzens. O! wie stille brannte das Licht. Dein blauer Mantel umfing den Sinkenden; Dein roter Mund besiegelt des Freundes Umnachtung.

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Zu spät Fröhlich kam ich. Auf zur Sonne Schaute stolz die weiße Lilie; Und die Lilie war so schön! Träumend blieb ich und ich träumte Nur von ihr und meiner Liebe; Und die Lilie war so schön! Und ich ging. Doch als im Gehen Ich die Lilie pflücken wollte, Ach, da war sie längst verblühet! … Und so verblüh' ich, wie die Lilie, Und so sterb' ich hin wie sie.

Saxen-Hausen, Wandergrüße, 1890. Originaltext

Im Namen der Liebe Umhüll' sie mit dem Mantel der Liebe, damit sie nicht friert. Bahn' ihr den Weg, damit sie sich nicht verirrt. Trag' sie auf deinen Händen, damit sie sich nicht verlassen fühlt.

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Im Arm der Liebe Im stillen Stübchen dämmert die Nacht, Am Bettlein sitzet ein Weib und wacht; Ein blonder Knabe lächelt ihr zu Am Mutterbusen, wie fromm die Ruh'! Sie wieget und singet beim Lampenschein: "Im Arm der Liebe – so schlummre ein!" Im kühlen Grunde am Waldeshang – Die Wipfel rauschten, die Quelle klang; Wir saßen einsam, nur ich und du. Ach, Herz am Herzen, wie süß die Ruh'! Du sangst in die Seele mir tief hinein: "Im Arm der Liebe – so schlummre ein!" Vom Friedhof tönet ein Glöcklein bang' Dem Pilger zu seinem letzten Gang; Hier legt' er nieder so Stab und Schuh: Im Schoß der Erde, wie tief die Ruh'! Sie senken hinab den schwarzen Schrein: "Im Arm der Liebe – so schlummre ein!"

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Ich möchte hingehn wie das Abendrot…

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Ganz leise spüren wir dich in unseren Herzen. Dann geht es uns gut. So wie es uns gut ging, als dein Lachen uns wärmte.

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Im Abendrot Wir sind durch Not und Freude Gegangen Hand in Hand: Vom Wandern ruhen wir beide Nun überm stillen Land. Rings sich die Täler neigen, Es dunkelt schon die Luft, Zwei Lerchen nur noch steigen Nachträumend in den Duft. Tritt her und laß sie schwirren, Bald ist es Schlafenszeit, Daß wir uns nicht verirren In dieser Einsamkeit. O weiter, stiller Friede! So tief im Abendrot, Wie sind wir wandermüde Ist dies etwa der Tod?

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Liebe kann durch absoluten Willen in Religion übergehn. Des höchsten Wesens wird man nur durch Tod wert. (Versöhnungstod.)

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Mystizismen

Wie sich dies Lied ans Herz mir schmiegt Wie sich dies Lied ans Herz mir schmiegt, Bis leis die Tränen rinnen; Die ganze Frühlingssehnsucht liegt Verführerisch darinnen. Mir ist's, als hätt' auch ich gefühlt Des Liedes Glut und Minne, Als hätt' sein Ton mir aufgewühlt Die junge Kraft der Sinne. Mir ist's, als hätt' mein Lenz gewagt, Dem Lied sich zu vergleichen… Wenn ihr mich einst zu Grabe tragt, Spielt's hinter meiner Leichen. Wenn sich bei seinen Tönen regt Kein Lächeln, keine Gebärde, Ist's Zeit, daß ihr zur Ruh' mich legt Und Erde werft zur Erde. Der Wind, der über Veilchen strich Vom blauen, italischen Meer, Bringt keine Lenzluft dann für mich Und keine Lockung mehr.

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Welch eine Nacht! ihr Götter und Göttinnen! Wie Rosen war das Bett! da hingen wir Zusammen im Feuer und wollten in Wonne zerrinnen! Und aus den Lippen flossen dort und hier, Verirrend sich, unsre Seelen in unsre Seelen! – Lebt wohl ihr Sorgen! wollt ihr mich noch quälen? Ich hab' in diesen entzückenden Sekunden, Wie man mit Wonne sterben kann, empfunden!

Petronius, Satyricon. Übersetzt von Wilhelm Heinse, 1773

So möcht' ich sterben, selig vor Lust.

Petronius, Satyricon

Gefühl in todesnahen Augenblicken: Alle Menschen sind der Liebe wert.

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Wenn ich gestorben bin Laß mich noch einmal deine Lippen küssen, so Mund an Mund in sehnsuchtsvoller Pein, mein Liebstes du, eh wir uns trennen müssen, will ich noch einmal reich und glücklich sein. Heut glüht dir noch der rote Blütensegen – wohin ist morgen all der Duft und Glanz? Wenn ich gestorben bin – dann wirst du legen still auf mein Grab den weißen Rosenkranz.

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Im Grunde ist es auch dasselbe, für was man stirbt, wenn nur für etwas Liebes gestorben wird [...].

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Reise von München nach Genua. Kapitel 12

Ich hätte mir nicht gedacht, daß das Sterben so süß wäre.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Letztes Lied Liebte dich, liebte dich Innig und treu; Röslein im Tod verblich; Hin ist der Mai. Hin ist Hin! Tot ist tot! Lebe wohl, lebe wohl! Mein Mädchen mild. In meinem Busen soll Nie verglühn dein Bild. Hin ist Hin! Tot ist tot! Schlummre still, schlummre still, Ewig hinfür. Ich auch bald ruhen will, Ruhen bei dir. Hin ist Hin! Tot ist tot!

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Lieder Mein ganzes Sein Ist eine Wunde! Gedenkst du mein Zu dieser Stunde? Fühlst du den Kuß, Den ich die sende? Den Abschiedsgruß Vor nahem Ende? Und ahnst du, sprich! Die Glut der Seele, Mit der ich dich Dem Herrn empfehle? Und weißt du auch, Was ich singe, Ein Opferhauch, Den ich dir bringe? In wilder Pein Flammt meine Wunde! Gedenkst du mein Zu dieser Stunde?

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Die Menschen wollen's nicht verstehen Zwei Herzen haben sich gefunden – die Menschen wollen's nicht verstehn – und die sich innig treu verbunden, sie sollen auseinander gehn! Doch mächtig einen sie die Triebe, man trennt sie, 's ist des Schicksals Lauf, doch in den Herzen glüht die Liebe in Sehnsucht um so mächtger auf. Er ist so bleich – sie sehn's mit Bangen – und nicht zu ändern ist sein Sinn, es schwanden doch von ihren Wangen die Rosen auch schon längst dahin! Und eines Morgens trug man beide – die Menschen wollen's nicht verstehn – zur Ruhe nach dem Erdenleide – dorthin, wo still die Kreuze stehn! Dort ruhen selig sie im Frieden des leeren Lebens matt und müd – – geliebt, gehofft, getrennt, geschieden – das ist das alte, alte Lied!

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