Sterben Sprüche – romantisch

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Vergilbte Blätter Weil du mir so früh entschwunden, Blieb ein unerfülltes Glück Ungenoss'ner schöner Stunden Ruhelos in mir zurück. Ungeküßte Küsse leben In getrennten Herzen fort, Und die Lippe fühlt noch beben Das zu früh verstummte Wort.

Lingg, H., Gedichte

Das tiefe Kämmerlein Es grub der Tod ein Kämmerlein, Grub's in die Erde tief, Gar weit von Schmerz und Sonnenschein – Mein schöner Liebster schlich hinein Und schlief. Ich kniee draußen ganz allein Und klopfe an die Thür: "Wenn du mich liebst, erbarm' dich mein Und tritt aus deinem Kämmerlein Herfür!" Nichts regt sich! Nur des Käuzchens Schrein Irrt durch die Luft so hohl! Ein Schauer rinnt durch mein Gebein – Wie schwarz die Nacht, wie kalt der Stein .. "Leb wohl …"

Ritter, Befreiung. Neue Gedichte von Anna Ritter, 2. Auflage 1900. Originaltext