Wahrheit Sprüche – hoffnung

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Pasquill und Lügen, die Wahrheit biegen; Wahrheit muß dennoch obsiegen.

Inschrift. Auf einer Hamburger Denkmünze von 1708

Die unerbittliche Härte so vieler Menschen ist nichts anderes als verlorener Glaube an das Wahre.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wem es nicht ein Genuß ist, einer Minderheit anzugehören, welche die Wahrheit verficht und für die Wahrheit leidet, der verdient nie zu siegen.

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Laßt sie ihre Erbärmlichkeit wiederkauen, sie sind es nicht wert, daß wir ihnen die Wahrheit verkünden.

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Die Wahrheit bleibt den Stolzen verborgen, den Demütigen aber wird sie geoffenbart.

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Wenn man Knabe ist, dann kann man ja noch glauben, dann denkt man, daß irgendwo die Wahrheit ist, daß man nur den Ort finden muß, wo sie ist.

Wachler (Hg.), Der Denker Paul Ernst. Ein Weltbild in Sprüchen aus seinen Werken, gesammelt von Max Wachler, München 1931

Herr, gewähre mir ein schwaches Auge für Dinge, die nicht zählen, und ein starkes Auge für alle deine Wahrheit.

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Wahrheit ist die Farbe der Natur, Farben, die die Seele streicheln, Befreiung finden, aus dem Schatten heraustreten, keinen Schutzmantel aus beige und grau. Farben, die ehrlich sind, die unsere Träume tragen! Warum ist die Sonne so schön? Deine Seele sucht diese Farben.

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Mir hat sehr geholfen, wenn ich einen wahren Satz gehöret, daß ich ihn gleich gegessen habe und in die Kraft verwandelt.

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Wahrheit wird wohl gedrückt, aber nicht erstickt.

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Ich helfe mir zuletzt mit Wahrheit aus: Der schlechteste Behelf! Die Not ist groß.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 1. Akt, Mephistopheles

Im Zeichen des Kampfes geboren, such' ich den Frieden nicht; ich fühl' mich matt, verloren, wo man vom Glück nur spricht. Ich liebe die strengen Stirnen wo schwer der Gedanke wohnt, gleich den ragenden Silberfirnen, nah' denen die Sonne thront. Ich liebe gewappnete Hände, ein streitbares, herbes Wort, das suchend geht, ob's nicht fände der Echtheit und Wahrheit Hort. Ich kann nicht anders und sage: So bin ich, Gott helfe mir, so bleib' ich bis meine Tage erschöpft sind auf Erden hier.

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Schmeichelei ist Zuckerbrot, Macht nur die Näscher satt, Während die Seele in Hungersnot Die Wahrheit nötig hat.

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Die Freude leuchtet, wo die Tugend hauset, Und Friede herrschet, wo die Wahrheit thront.

Witschel, Morgen- und Abendopfer in Gesängen, 1816

Die Wahrheit schmeckt süß und bitter; die süße schont, die bittere heilt.

Lesaar (Hg.), Wahrheit und Liebe. Belehrende und erbauende Gedanken aus den Werken des hl. Augustinus, zusammengestellt und übersetzt von Heinrich Hubert Lesaar, Mainz 1928

Hörer der Wahrheit, sie kann zum Segen, zum Heile dir werden; Sprecher der Wahrheit, dein Lohn ist mit dem Fluche verwandt.

Lüttringhaus (Hg.), Lebensworte aus dem Munde guter und großer Menschen aller Zeiten und Völker für Geist und Gemüt, hg. von J. D. Lüttringhaus, Lüdenscheid, um 1880

Die Hoffnung, mit dem billigsten, was es auf Erden gibt, dem schönen liebenswürdigen Wort, sich aus der Affäre zu ziehen, ist größer als der Zwang der Anständigkeit, den die schlichte Wahrheit erfordert.

Altenberg, Märchen des Lebens, 1908. Krankenbesuche

Aber Optimismus ist, in den Religionen, wie in der Philosophie, ein Grundirrtum, der aller Wahrheit den Weg vertritt.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum vierten Buch. Kapitel 48. Zur Lehre von der Verneinung des Willens zum Leben

Was nur wahrscheinlich ist, darf man auch dann nicht für wahr nehmen, wenn der eigne Wunsch es dafür halten möchte.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927