Wahrheit Sprüche – mut

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Der Wahrheit Verfechter zu sein, ohne sich dabei Feinde zu schaffen, ist eine Kunst, die nicht erlernt werden kann, sondern mitgeboren sein muss.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Im Zeichen des Kampfes geboren, such' ich den Frieden nicht; ich fühl' mich matt, verloren, wo man vom Glück nur spricht. Ich liebe die strengen Stirnen wo schwer der Gedanke wohnt, gleich den ragenden Silberfirnen, nah' denen die Sonne thront. Ich liebe gewappnete Hände, ein streitbares, herbes Wort, das suchend geht, ob's nicht fände der Echtheit und Wahrheit Hort. Ich kann nicht anders und sage: So bin ich, Gott helfe mir, so bleib' ich bis meine Tage erschöpft sind auf Erden hier.

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Ein Schritt von der Wahrheit, und du bist meilenweit von ihr entfernt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Menschen mit der Wahrheit gewinnen wollen, heißt eine Festung an ihrer stärksten Seite berennen.

Fock, Sterne überm Meer. Tagebuchblätter und Gedichte, 1917 (posthum)

Höre, was die Wahrheit spricht: Tue recht und zittre nicht.

Stolberg, F. L., Gedichte

Keine Wahrheit ohne Mühe.

Ruskin, Ausgewählte Werke in vollständiger Übersetzung, 15 Bde., 1900-1906. Band 1: Die sieben Leuchter der Baukunst, 1904. II. Betrachtung. Der Leuchter der Wahrheit

Es ist etwas Großes um die hehre Majestät der Wahrheit. Nur muß man zittern, wenn sie hereingetreten ist. Gar leicht kann sie verscheucht werden.

Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Ein Mann, der nach dem Wahren strebt und Rechten, Ist ein lebendiger Vorwurf für die Schlechten.

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851. Aus: Sadi und der Schah

Das nenn' Ich einen Weisen! Nie die Wahrheit zu Verhehlen! für sie alles auf das Spiel Zu setzen! Leib und Leben! Gut und Blut!

Lessing, Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 3. Akt, 7. Auftritt, Saladin

Wer Wahrheit will bekennen, Darf ihr die höchste Glorie nicht entzieh'n, Den Ruhm des Mutes, den die Wahrheit gibt.

Gutzkow, Uriel Acosta. Trauerspiel in fünf Aufzügen, 1847. 1. Aufzug, 3. Auftritt, Uriel

Motto Wahrheit sag ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich:MeineWahrheit; denn sonst ist mir auch keine bekannt.

Schiller, F., Gedichte. Xenien, 1796

Ich rannte zu meinen Träumen, stolperte über die Wirklichkeit und stieß mir den Kopf an der Wahrheit.

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Man kann auf dieser Erden, Durch Zufall viel, und viel durch Mühe werden; Durch Kraft und Mut nur wird der edle Mann!

Tiedge, C. A., Gedichte. Aus: An Karl. Bei Übersendung der Schriften Luthers

Ein Mann, der Unwahrheit unter entgegengesetzter Überzeugung in guter Absicht ebenso scharfsinnig als bescheiden durchzusetzen sucht, ist unendlich mehr wert als ein Mann, der die beste, edelste Wahrheit aus Vorurteil, mit Verschreiung seiner Gegner, auf alltägliche Weise verteidigt.

Lessing, Über die Wahrheit, 1777

Das gemeinsame Schicksal jeder neu auftauchenden Wahrheit ist, zu erschrecken statt zu gefallen, zu verletzen statt zu überzeugen, denn sie erhebt sich um desto kräftiger als sie lange unterdrückt worden.

Napoleon III., Napoleonische Gedanken (Idées Napoléoniennes) 1839, übersetzt von August Victor Richard 1857

Der Wahrheit dienen wenige in Wahrheit, weil nur wenige den reinen Willen haben gerecht zu sein und selbst von diesen wieder die wenigsten die Kraft, gerecht sein zu können.

Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen, 1873-76. Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben, 1874

Man wird mich wahrscheinlich für einen Verrückten ausgeben, aber ich halte nun einmal an der Wunderlichkeit fest, die Wahrheit zu sagen – die gefährlichen Wahrheiten natürlich ausgenommen.

Stendhal, Aphorismen aus Stendhal. Ueber Schönheit, Kunst und Kultur. Ausgezogen und in deutscher Uebersetzung zusammengestellt von Benno Rüttenauer, Straßburg 1901. Der Autor über sich selber

Wenn eine Spur mich leitet, will ich finden, Wo Wahrheit steckt, und steckte sie auch recht Im Mittelpunkt.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603. 2. Aufzug, 2. Szene, Polonius

Wollen wir eine Wahrheit recht eindringlich machen, so brauchen wir Strenge eher als eine blumenreiche Sprache.

Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. VI: Das dichterische Prinzip. Übers. B. Bessmertny

Ein Wahrhaftiger hat den Mut seiner Meinung, während Lüge und moralische Feigheit Hand in Hand gehen.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Es ist aber besser, etwas Falsches zu sagen, das anregt, als eine platte Wahrheit, die selbstverständlich ist und gleichgültig lässt.

Verworn, Aphorismen, 1922