Wahrheit Sprüche – mut
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Der Wahrheitsfreund »Du säest Zähne des Drachen, Geharnischte Männer erstehn; Doch, Armer, sie werden nichtfürdich, Sie werdengegendich gehen!« Und mögen sie mich auch verwunden Und senken in's eisige Grab – Sie sind doch kräftige Kämpen Der Herrin, der ich mich ergab. Und mag ich der Herrin nur dienen, So will ich ja gerne vergehn, Drum säe ich Zähne des Drachen Und freue mich, wenn sie erstehn!
Festen Mut in schwerem Leiden, Hülfe, wo die Unschuld weint, Ewigkeit geschwornen Eiden, Wahrheit gegen Freund und Feind.
Wer die Wahrheit im weiten Kreise zur Geltung bringen will, muß sich darauf gefaßt machen, viel und arg anzustoßen. Die Wahrheit will nicht nur erstritten, sondern auch erlitten sein.
Ja, wer es dahin gebracht hätte, für die Wahrheit zu flammen und zu glühen, ohne – »aufgeregt« und »aufregend« zu erscheinen! Die beiden den Ausschlag gebende Weltklugheit verlangt diese unmögliche Verbindung von Eis und Flamme.
Menschen, welche alles auf den Kopf stellen, bringen dadurch zuweilen eine Wahrheit auf die Beine.
Wenn du vor den Altar der Wahrheit trittst, so wirst du dort viele auf den Knien finden. Doch auf dem Weg dahin wirst du immer allein gewesen sein.
Blutige Wahrheit »Gebt mir eine Riesenbombe, Und ich will die Welt befrein!« – Narr! Auf deiner Hekatombe Wird ein neuer Riesenhaufe Morgen nach der roten Taufe: »Cäsar Heil! Heil Mammon!« schrein Und der »Freiheit« deiner Bombe In den schäumenden Blutkelch spein.
Die zur Wahrheit wandern, wandern allein, keiner kann dem andern Wegbruder sein. Eine Spanne gehn wir, scheint es, im Chor ... bis zuletzt sich, sehn wir, jeder verlor. Selbst der Liebste ringet irgendwo fern; doch wer's ganz vollbringet, siegt sich zum Stern, schafft, sein selbst Durchchrister, Neugottesgrund – und ihn grüßt Geschwister Ewiger Bund.
Willfahren macht Freunde, Wahrsagen Feinde.
Den möcht’ ich sehen, der auf dem Wege zu dem Tempel der Wahrheit wandelt und nicht von Schelmen und Wegelagerern attackiert wird.
Überall, wo Autoritäten herrschen, gibt es verbotene Wege, und auf einem dieser Wege liegt gewöhnlich die nächste große Wahrheit.
Mir selbst komme ich vor, wie ein an der Seeküste spielender Knabe, der sich ergötzt, dann und wann einen schönen Kieselstein oder eine ungewöhnlich hübsche Muschel zu finden, während der große Ozean der Wahrheit als unentdecktes Gebiet vor ihm liegt.
Was du als wahr erkannt, Verkünd' es sonder Zagen, Nur trachte, Wahrheit stets Mit mildem Wort zu sagen.
Mancher dient anderen zum Vorbild der Wahrheit und spricht bei dem Wortewahrdie erste Lüge aus.
Es ist das Schicksal jeder Wahrheit, vor ihrer Anerkennung ein Gegenstand des Lächelns zu sein.
Wenn Wahrheit ruft nach Zeugen, Doch bang kein Mund das Schweigen Zu brechen wagt, beschäme du die Feigen: Sprich unverzagt.
Jede Wahrheit, besonders, wenn sie etwas Neues an sich hat, ist einem Mißbrauch von unverständigen Leuten ausgesetzt.
Wahrheit muß man suchen, nicht Beredsamkeit!
Wahrheit ist ein starker Trank, Wer ihn braut, hat selten Dank, Denn der Menge schwacher Magen Kann ihn nur verdünnt ertragen.
Den wahren Weg einschlagen ist oft bloßes Glück; um den rechten Weg bekümmert sein, gibt allein Verdienst.
Die Geschichte zeigt uns edle und freie Männer, welche es wagten, vor dem Angesicht der Könige die volle Wahrheit zu sagen; das Befugtsein gehört denen, die den Mut dazu haben.