Wahrheit Sprüche – nachdenklich
170 Sprüche gefunden
Gott hat nicht gewollt, daß der Mensch blind seine Väter und Vorfahren nachahmt. Er hat ihn mit Verstand ausgestattet, damit er mit dessen Hilfe nach der Wahrheit suchen und sie entdecken kann. Was er als wirklich und wahr erkannt, muß er akzeptieren.
Die Wahrheit stiftet nicht so viel Gutes in der Welt, wie ihr Schein Schlechtes.
Das Falsche, kunstvoll dargestellt, überrascht und verblüfft, aber das Wahre überzeugt und herrscht.
Es ist ein Verbrechen, den Frieden zu stören, wo die Wahrheit regiert. Es ist ein Verbrechen im Frieden zu bleiben, wenn man die Wahrheit zerstört. Die Wahrheit ist demnach die erste Richtschnur und das letzte Ziel der Dinge.
Ich gehöre zu jenen, die mehr Respekt haben vor den ältesten Wahrheiten als vor den neuesten Irrtümern.
Eine Notlüge ist immer verzeihlich. Wer aber ohne Zwang die Wahrheit sagt, verdient keine Nachsicht.
Ja, was man so erkennen heißt! Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen? Die wenigen, die was davon erkannt, Die töricht gnug ihr volles Herz nicht wahrten, Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten Hat man von je gekreuzigt und verbrannt.
Wenn du siehst, daß eine Wahrheit Zorn und Angst hervorruft, sei gewiß, daß sie die Hälfte ihrer Absicht erreicht hat.
Je weniger wir die Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen.
Die Wahrheit ist gar nicht so schwer zu finden. Schwer ist nur, einen Menschen zu finden, der sie sucht.
Die Wahrheit in der Brust desjenigen, der nicht wagt sie auszusprechen, ist wie das Geld in der Truhe desjenigen, der nicht wagt es auszugeben. Wahrheit wie Geld haben nur einen Nutzen – wenn sie in Umlauf gebracht, ausgegeben werden.
Willst du im Gespräch jemandem eine Wahrheit mitteilen, so ist dabei die Hauptsache, – sich nicht aufregen und weder ein böses noch ein beleidigendes Wort zu gebrauchen.
Gehe nicht hinaus, in dich selbst kehre zurück – im inneren Menschen wohnt die Wahrheit.
Auch die Rede, die Herr v. Lamartine in der Deputiertenkammer über oder vielmehr gegen Napoleon hielt, hat mich widerwärtig berührt, obgleich diese Rede lauter Wahrheit enthält. Die Hintergedanken sind unehrlich, und der Redner sagte die Wahrheit im Interesse der Lüge.
Nicht jede Wahrheit eignet sich dazu, daß man sie sagt.
O welch ein Unterschied: die Wahrheit aussprechen, und: die Wahrheit empfinden!
Hätte ich die Hand voller Wahrheiten, ich würde mich wohl hüten, sie zu öffnen.
Grade die Wahrheiten, an welchen uns am meisten gelegen, werden stets nur halb ausgesprochen; allein der Aufmerksame fasse sie im vollen Verstande auf.
Die Fürsten hätten sich und ihren Völkern viel Unglück ersparen können, wenn sie die Hofnarren nicht abgeschafft hätten. Seit die Wahrheit nicht mehr sprechen darf, handelt sie.
Jede Wahrheit hat zwei Seiten. Wir sollten uns beide Seiten anschauen, bevor wir uns für das eine entscheiden.
Die besten Wahrheiten sind die leisesten.