Wahrheit Sprüche – nachdenklich

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Niemand ist wahr, als wer seine Sünden bekennt.

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Ja, wer es dahin gebracht hätte, für die Wahrheit zu flammen und zu glühen, ohne – »aufgeregt« und »aufregend« zu erscheinen! Die beiden den Ausschlag gebende Weltklugheit verlangt diese unmögliche Verbindung von Eis und Flamme.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Menschen, welche alles auf den Kopf stellen, bringen dadurch zuweilen eine Wahrheit auf die Beine.

Pauly, Aphorismen, 1905

Die Wahrheit gibt wohl ein gutes Gewissen, aber wenig gute Bissen.

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Den möcht’ ich sehen, der auf dem Wege zu dem Tempel der Wahrheit wandelt und nicht von Schelmen und Wegelagerern attackiert wird.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Der erste Prüfstein einer wahren Lehre liegt darin, daß sie der Vernunft nicht widersprechen darf.

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Man muss sich immer Zeit nehmen: die Zeit offenbart erst die Wahrheit.

Seneca, Vom Zorn oder Über den Zorn (De Ira). II, 22. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Ein falscher Satz wird gewöhnlich durch einen ebenso falschen Gegensatz verdrängt; erst spät findet man die in der Mitte liegende Wahrheit.

Fichte, Der geschlossene Handelsstaat, 1800. 1. Buch. Philosophie, 1. Kapitel: Grundsätze zur Beantwortung dieser Frage

Das Wahre und Echte würde leichter in der Welt Raum gewinnen, wenn nicht die, welche unfähig sind, es hervorzubringen, zugleich verschworen wären, es nicht aufkommen zu lassen.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Vorwort zur 3. Auflage

Durch Vernunft, nicht aber durch Gewalt soll man die Menschen zur Wahrheit führen.

Diderot, Licht und Wärme, 1798

Mancher dient anderen zum Vorbild der Wahrheit und spricht bei dem Wortewahrdie erste Lüge aus.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Der Scherz, der die Wahrheit ausspricht, verletzt am meisten.

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Es ist eine Glocke, die klingt über alle Schellen; wer in der rechten Weise still sein kann, der wird sie wohl vernehmen.

Raabe, Abu Telfan oder Die Heimkehr vom Mondgebirge, 1867. 15. Kapitel

Wenn Wahrheit ruft nach Zeugen, Doch bang kein Mund das Schweigen Zu brechen wagt, beschäme du die Feigen: Sprich unverzagt.

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Jede Lüge vergewaltigt, denn nur die Wahrheit hat die gelassene Kraft, daß sie ruhig abwarten kann, ob die Leute zu ihr kommen.

Ernst, Erdachte Gespräche, 1921

Die Wahrheit hat noch bei jedem Streite gewonnen. Der Streit hat den Geist der Prüfung genährt, hat Vorurteil und Ansehen in einer beständigen Erschütterung erhalten; kurz, hat die geschminkte Unwahrheit verhindert, sich an Stelle der Wahrheit festzusetzen.

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Das Gezierte und Unwahre macht augenblicklich langweilig; denn nichts als die Wahrheit kann Teilnahme erwecken.

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Nur wer natürlich ist, ist ehrlich; und nur wer ehrlich ist, kann die Wahrheit erkennen.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). Von edlen Seelenkräften. 1. Genie

Ein vernünftiger Mensch soll mit nichts Mißbrauch treiben, selbst nicht mit der Wahrheit.

Friedrich II., Prüfung des Versuchs über die Vorurtheile (Examen de l’ Essai sur les préjugés), 1770

Wo man nicht wahr gegen sich selbst ist, ist man allemal auch nicht klar.

Bismarck, Gedanken und Erinnerungen, 2 Bde., 1898 (3. Band nach langen Auseinandersetzungen zwischen der Familie Bismarck, dem Verlag und dem ehemaligen Kaiser Wilhelm II. publiziert im Jahr 1921). Erstes Buch. Fünftes Kapitel

Die Wahrheit kann und darf vor Männern das Licht nicht scheuen.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869