Wahrheit Sprüche – philosophisch

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Das Wahre ist eine Fackel, aber eine ungeheure; deswegen suchen wir alle nur blinzelnd so daran vorbeizukommen, in Furcht sogar, uns zu verbrennen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 5. Bandes 1. Heft, 1824

Die Wahrheit ist ewig sich selbst gleich; wo sie strahlt, ist es gewiß Tag, und je mehr der Mensch ihr in sich selbst Gewicht gibt, je mehr lebt er im Licht.

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Wenn du auch die Wahrheit in die Pfütze wirfst, sie wird davon noch reiner als zuvor.

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Pythagoras, als er seinen berühmten Lehrsatz gefunden hatte, opferte im Gefühl der dankbaren Freude dem Jupiter 100 Ochsen, und Kant, wenn er diese Geschichte erzählte, pflegte hinzuzusetzen: ›Und deshalb, meine Herren, zittern alle Ochsen, wenn eine neue Wahrheit gefunden wird.‹

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Um Wahrheit zu finden, mußt du ein Prinzip aller Wahrheit haben: setze es so hoch als du willst, es muß doch im Lande der Wahrheit liegen, im Lande, das du erst suchen willst. Wenn du aber alle Wahrheit durch dich selbst hervorbringst, wenn der letzte Punkt, an dem alle Realität hängt, das Ich ist, und dieses nur durch sich selbst und für sich selbst ist, so ist alle Wahrheit und alle Realität dir unmittelbar gegenwärtig. Du beschreibst, indem du dich selbst als Ich setzt, zugleich die ganze Sphäre der Wahrheit, der Wahrheit, die nur durch dich und für dich Wahrheit ist. Alles ist nur im Ich und für das Ich.

Schelling, Vom Ich als Prinzip der Philosophie oder über das Unbedingte im menschlichen Wissen, 1795

Wer die Bettdecke von der schlummernden Wahrheit wegzieht, den nennt man Ruhestörer.

Börne, Der Narr im weißen Schwan oder: Die deutschen Zeitungen (Fragment), 1829. 2. Kapitel

Was wahr ist, ist wie das, was an sich selbst recht und schön ist, seiner Natur nach ewig, und hat mitten in der Zeit kein Verhältnis zu der Zeit.

Schelling, Vorlesungen über die Methode des akademischen Studiums, 1803. 2. Über die wissenschaftliche und sittliche Bestimmung der Akademien

Sei vorsichtig im Urteil. Was sich als Wahrheit ausgibt, ist oft nur geheiligte Meinung.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel

Du kannst wählen zwischen Wahrheit und Ruhe, aber beides zugleich kannst du nicht haben.

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Es ist furchtbar, im Meere vor Durst zu sterben. Müsst ihr denn gleich eure Wahrheit so salzen, dass sie nicht einmal mehr – den Durst löscht?

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

Die Wahrheit ist eine gedachte Linie, die den Irrtum in zwei Teile teilt.

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Suche die Wahrheit in der Meditation und nicht in vergilbten Büchern.

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Und Herze, willst du ganz genesen, sei selber wahr, sei selber rein! Was wir in Welt und Menschen lesen, ist nur der eigne Widerschein.

Fontane, T., Gedichte. Lieder und Sprüche. Aus: Laß ab von diesem Zweifeln, Klauben

Ich suche wahr und klar zu berichten, was in mir vorgeht. Ich kenne nur eine Regel: klar zu sein. Wenn ich nicht klar bin, ist meine ganze Welt vernichtet.

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Wahrheit ist die Übereinstimmung von Denken und Sein.

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…unser Wissen und unser Können ist Stückwerk und der Weg zur Erkenntnis der Wahrheit, beides, in unserem Wissen und in unserem Können, geht von diesem Stückwerk aus und ist seiner Natur nach ein durch dieses Stückwerk zerrissener Weg. Aber wir müssen ihn wandeln.

Pestalozzi, Über die Idee der Elementarbildung. Eine Rede, gehalten vor der Gesellschaft der schweizerischen Erziehungsfreunde im Jahre 1809 (Lenzburger Rede), 1810/11

Die Wahrheit ist unterwegs und nichts kann sie aufhalten.

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Die Wahrheit ist ein geschliffener Diamant, sie hat viele Facetten.

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Der Kaiser Wu von Liang fragte: "Was ist der höchste Sinn der Heiligen Wahrheit?" Bodhidharma antwortete: "Offene Weite – nichts Heiliges."

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Der Theologie, sage ich, sei nur das ihr Heilige wahr, der Philosophie aber nur das Wahre heilig.

Feuerbach, Das Wesen der Religion, 1846; erweitert zu: Vorlesungen über das Wesen der Religion, 1851. Zweite Vorlesung

Jenseits dieser Welt und dieses Lebens gibt es kein Versuchen mehr. Es ist dann nur ein Schauen und alles Geschaute ist Wahrheit.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851