Wahrheit Sprüche – philosophisch

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Was sind denn zuletzt die Wahrheiten des Menschen? — Es sind die unwiderlegbaren Irrtümer des Menschen.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Der mittelmäßige Mensch hält zu knapp nach dem richtigen Gedanken inne; daher die vielen Halbwahrheiten in der Welt.

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Das Auge des Leidenden ist für Wahrheit immer am meisten offen.

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Die Wahrheit ist zu schwer für uns. Wir lügen oft, weil wir es gut meinen.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Der große Kunstgriff, kleine Abweichungen von der Wahrheit für die Wahrheit selbst zu halten, worauf die ganze Differential-Rechnung gebaut ist, ist auch zugleich der Grund unsrer witzigen Gedanken, wo oft das Ganze hinfallen würde, wenn wir die Abweichungen in einer philosophischen Strenge nehmen würden.

Lichtenberg, Sudelbuch A, 1765-1770. [A 1]

Stets besteht das Wahre nur.

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Sie (die Menschen) halten bloß das für wirklich, was sie – verkaufen können.

Meyrink, Fledermäuse, 1916

Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.

Kotzebue, Lohn der Wahrheit. Schauspiel in 5 Akten, 1801. 1. Akt, 8. Szene, Sekretär

Wer ist so blödsinnig, daß er die Wahrheit nicht erkennen, wer so neidisch, daß er die erkannte Wahrheit nicht mitteilen möchte?

Forster, Über Proselytenmacherei, 1789

Die Wahrheit ist immer das stärkste Argument.

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Wo keine Liebe ist, ist auch keine Wahrheit.

Feuerbach, Philosophische Kritiken und Grundsätze, 1846

Wahr spricht, der das spricht, was er glaubt.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Eine Wahrheit muss immer gegenwärtig sein, um hin und wieder ausgesprochen werden zu können.

Gibran, Sand und Schaum. Aphorismen (Sand and Foam), 1926, übersetzt von Hans-Josef Fritschi, Books on Demand 2018

Dreifach sind die Hindernisse der Anschauung des Wahren: der Leib mit allen Nebeln, die von ihm aufsteigen; das Gemüt mit all seinen Neigungen und Krankheiten, die Vernunft mit all ihren Verirrungen und ihrer Flügellahmheit.

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Jede Fertigkeit der Vernunft, auch im Irrtum, vermehrt ihre Fertigkeit zur Empfängnis der Wahrheit.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Entstanden Anfang und Mitte der 80er Jahre, Erstdruck 1786. Julius an Raphael. Gott

Unwahrheit ist so einfach, Wahrheit so schwierig.

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Die Wahrheit verliert nichts, wenn ein heftiger Jüngling sie verfehlt, ebenso wenig als die Tugend und die Religion, wenn ein Lasterhafter sie verleugnet.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Entstanden Anfang und Mitte der 80er Jahre, Erstdruck 1786. Vorerinnerung

Die Wahrheit ist in Gott; uns bleibt das Forschen.

Müller, Vier und zwanzig Bücher Allgemeiner Geschichten besonders der Europäischen Menschheit, hg. nach des Verfassers Tode durch dessen Bruder Johann Georg Müller, 1810

Das ist das Furchtbare an der Wahrheit: daß man sie mit Lügen nähren kann.

Binding, Ad se ipsum. Aus einem Tagebuch, 1941 (posthum)

Alle Wahrheiten, die nicht Heiligkeit und Liebe erzeugen, sind nutzlos. Sie mögen an der Oberfläche des Verständnisses schwimmen, aber sie nutzen alle nichts, wenn sie nicht das Herz verändern.

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Ich habe keine Angst vor der Feder, dem Schafott oder dem Schwert. Ich werde die Wahrheit verkünden, wann immer es mir paßt.

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