Wahrheit Sprüche – philosophisch
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Was sind denn zuletzt die Wahrheiten des Menschen? — Es sind die unwiderlegbaren Irrtümer des Menschen.
Der mittelmäßige Mensch hält zu knapp nach dem richtigen Gedanken inne; daher die vielen Halbwahrheiten in der Welt.
Das Auge des Leidenden ist für Wahrheit immer am meisten offen.
Die Wahrheit ist zu schwer für uns. Wir lügen oft, weil wir es gut meinen.
Der große Kunstgriff, kleine Abweichungen von der Wahrheit für die Wahrheit selbst zu halten, worauf die ganze Differential-Rechnung gebaut ist, ist auch zugleich der Grund unsrer witzigen Gedanken, wo oft das Ganze hinfallen würde, wenn wir die Abweichungen in einer philosophischen Strenge nehmen würden.
Stets besteht das Wahre nur.
Sie (die Menschen) halten bloß das für wirklich, was sie – verkaufen können.
Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.
Wer ist so blödsinnig, daß er die Wahrheit nicht erkennen, wer so neidisch, daß er die erkannte Wahrheit nicht mitteilen möchte?
Die Wahrheit ist immer das stärkste Argument.
Wo keine Liebe ist, ist auch keine Wahrheit.
Wahr spricht, der das spricht, was er glaubt.
Eine Wahrheit muss immer gegenwärtig sein, um hin und wieder ausgesprochen werden zu können.
Dreifach sind die Hindernisse der Anschauung des Wahren: der Leib mit allen Nebeln, die von ihm aufsteigen; das Gemüt mit all seinen Neigungen und Krankheiten, die Vernunft mit all ihren Verirrungen und ihrer Flügellahmheit.
Jede Fertigkeit der Vernunft, auch im Irrtum, vermehrt ihre Fertigkeit zur Empfängnis der Wahrheit.
Unwahrheit ist so einfach, Wahrheit so schwierig.
Die Wahrheit verliert nichts, wenn ein heftiger Jüngling sie verfehlt, ebenso wenig als die Tugend und die Religion, wenn ein Lasterhafter sie verleugnet.
Die Wahrheit ist in Gott; uns bleibt das Forschen.
Das ist das Furchtbare an der Wahrheit: daß man sie mit Lügen nähren kann.
Alle Wahrheiten, die nicht Heiligkeit und Liebe erzeugen, sind nutzlos. Sie mögen an der Oberfläche des Verständnisses schwimmen, aber sie nutzen alle nichts, wenn sie nicht das Herz verändern.
Ich habe keine Angst vor der Feder, dem Schafott oder dem Schwert. Ich werde die Wahrheit verkünden, wann immer es mir paßt.