Wahrheit Sprüche – philosophisch
943 Sprüche gefunden
Es ist ein folgenschwerer Irrtum, anzunehmen, daß wir Menschen im allgemeinen aus Überlegung die Wahrheit sprechen.
Wahrheit stellt strenge Anforderungen. Sie hat keine Sympathie für Rosen und Myrthen.
Wahrheit ist nicht immer in einem tiefen Brunnen.
Um eine Wahrheit recht kennenzulernen, muß man sie auch polemisiert haben.
Ein Wahrhaftiger hat den Mut seiner Meinung, während Lüge und moralische Feigheit Hand in Hand gehen.
Es gilt, unbedingt an der Wahrheit festhalten; wird sie, wie alles Himmlische in uns, oft niedergedrückt, so steigt sie doch unbestechlich wieder auf und zieht uns nach sich!
Aber wo liegt das Wahre? Ist das Wahre nicht nur das Rücksichtslose?
Die Wahrheit unserer Feinde kann uns nicht soviel nützen wie unsere eigene.
Eine neue Wahrheit darf nicht unvermittelt auftreten.
Die Wahrheit sagt man dann, wann man zu faul ist zum Lügen.
Weise antworten langsam, weil sie wissen, wie heilig die Wahrheit ist.
Gefühl und kalte Berechnung, ohne höhere Prüfung und Leitung, führen gleich weit ab vom Wege der Wahrheit und Tugend.
Es ist besser, einmal die Wahrheit zu tun, als zehnmal die Wahrheit zu schreiben.
Der Weg der Wahrheit ist schmal.
Wahrheit ist nur das, wovon ich überzeugt bin, daß es wahr ist.
Außer der Einbildung von Wahrheit gibt's gar keine. Wahrheit ist eine Illusion des einzelnen, eine bewusste Halluzination, um so gefährlicher, als manchmal Massen von Menschen in ähnlicher, formelhafter Weise halluzinieren. Das ist die Ursache der Krisen, Revolutionen, Kriege.
Die Wahrheit ist wie die Urschrift eines Palimpsestes: eines Tages kommt sie zum Vorschein, wie viel auch darüber geschmiert wurde.
Man kann selbst vor einer Wahrheit Ekel und Überdruss empfinden, wenn sie unaufhörlich abgeplärrt und niemals ausgeführt wird.
Wir zielen nach der Wahrheit, aber treffen können wir sie erst in einer klareren Sphäre.
Die Wahrheit hat so viele Facetten wie Licht, das von einem Prisma gebrochen wird.
Es ist besser, auch unter Schmerzen an der Wahrheit festzuhalten, als sie allein um des Vergnügens willen fahren zu lassen.