Wahrheit Sprüche – tiefgründig

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Wer die Wahrheit über den Fuchs erfahren will, muss die Gänse befragen.

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Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird.

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Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Vorrede zur zweiten Auflage

Oder ist es das: sich von Eicheln und Gras der Erkenntnis nähren und um der Wahrheit willen an der Seele Hunger leiden?

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Von den drei Verwandlungen

Die Wahrheit liegt innerhalb eines kleinen, bestimmten Umkreises, doch der Irrtum ist immens.

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Man lügt wohl mit dem Munde; aber mit dem Maule, das man dabei macht, sagt man doch noch die Wahrheit.

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

Im Sand der Wüste liegt eine Pyramide begraben – mit der Spitze nach unten, sie umschließt die Wahrheit des Menschengeschlechts. Die Wahrheit liegt im Wüstensand begraben, auf daß die Menschen den, der sie durch Zufall entdeckt, für einen Narren halten, dessen Gehirn von der Einsamkeit und der Sonne verbrannt wurde.

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Die innere Wahrheit ist keine wächserne Nase, die sich jeder Schelm nach seinem Gesichte bossieren kann, wie er will.

Lessing, G. E., Fragmentenstreit. Eine Duplik (an Goeze), 1778

Die Wahrheit ist eine Blume, die immer schnell verwelkt, aber nicht immer zur Frucht wird.

Hohenemser, Aphorismen, 1918

Aber die Kreise des Wahren berühren sich unmittelbar; aber in den Intermundien hat der Irrtum Raum genug, sich zu ergehen und zu walten.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Natur und Naturwissenschaft

Die Wahrheit ist für viele Tröpfe wie starker Wein für schwache Köpfe; drum wässert sie so mancher Schlucker und gibt dazu noch – etwas Zucker.

Tonger (Hg.), Wollen und Wirken (der 'Lebensfreude' 2. Bd.). Sprüche und Gedichte, gesammelt und hg. von P. J. Tonger, o.J. (um 1910)

Ich komme mit weniger Wiederholungen aus, weil ich mich an die Wahrheit halte. Eine zweifelhafte Behauptung muss recht oft wiederholt werden, dann schwächt sich der Zweifel immer etwas ab und findet Leute, die selbst nicht denken, aber annehmen, mit soviel Sicherheit und Beharrlichkeit könne Unwahres nicht gedruckt werden.

Bismarck, Reden. Im Reichstag, am 14. Juni 1882

Durch zwei Pforten gehen Wahrheiten in unseren Geist ein; durch den Verstand und durch den Willen. Am natürlichsten ist der erste Weg, aber am gewöhnlichsten der zweite.

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Es ist kein Beweis für eines Menschen Verständnis, wenn er imstande ist, das zu bekräftigen, was ihm zusagt; aber die Fähigkeit, zu unterscheiden, daß das, was wahr ist, wahr – und das, was falsch ist, falsch ist, das ist ein charakteristischer Beweis für seine Intelligenz.

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Schärfe deinen Sinn für unliebsame Wahrheiten.

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Wer reine Wahrheit zu reden wagt, sollte sogleich seinen Stockknopf mit Gift füttern.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Wer die Wahrheit wollt' begraben, Müßte viele Schaufeln haben.

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Gefährliche Nachfolge Freunde, bedenket euch wohl, die tiefere, kühnere Wahrheit Laut zu sagen: sogleich stellt man sie euch auf den Kopf.

Schiller, F., Gedichte. Xenien, 1796

Wahrheit ist ein ungeschickter Dienstbote, der beim Reinmachen die Teller zerschlägt.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). IX. Sprüche und Widersprüche

Alle Anregung ist ein Aufwühlen des inneren Herzgrunds, und das Unkraut muß untergepflügt werden, daß es die Wahrheit düngen muß.

Arnim, Die Günderode, 1840

Wenn die Wahrheiten zu Akrobaten werden, so können wir sie beurteilen.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890