Wahrheit Sprüche – tiefgründig

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Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.

Kotzebue, Lohn der Wahrheit. Schauspiel in 5 Akten, 1801. 1. Akt, 8. Szene, Sekretär

Wer ist so blödsinnig, daß er die Wahrheit nicht erkennen, wer so neidisch, daß er die erkannte Wahrheit nicht mitteilen möchte?

Forster, Über Proselytenmacherei, 1789

Schlauheit braucht Kleider, aber die Wahrheit geht nackt.

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Dreifach sind die Hindernisse der Anschauung des Wahren: der Leib mit allen Nebeln, die von ihm aufsteigen; das Gemüt mit all seinen Neigungen und Krankheiten, die Vernunft mit all ihren Verirrungen und ihrer Flügellahmheit.

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Unwahrheit ist so einfach, Wahrheit so schwierig.

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Das ist das Furchtbare an der Wahrheit: daß man sie mit Lügen nähren kann.

Binding, Ad se ipsum. Aus einem Tagebuch, 1941 (posthum)

Wer nicht lügen kann, weiß nicht, was Wahrheit ist.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Vom höheren Menschen

Gehe niemals davon aus, dass das Offensichtliche das Wahre ist.

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Das Absurde, Falsche läßt sich jedermann gefallen: denn es schleicht sich ein; das Wahre, Derbe nicht: denn es schließt aus.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Die Wahrheit zu kennen ist leicht; aber, oh, wie schwer ist es, ihr zu folgen!

Wyss-Vögtlin (Übers.), 700 chinesische Sprichwörter, 1965 (EA: 1942)

In den Nuancen allein liegt die Wahrheit!

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Man kann die Wahrheit auch so sagen, daß sie nicht geglaubt wird.

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Weh dem, der zu der Wahrheit geht durch Schuld, Sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das verschleierte Bild zu Sais, 1795

Nur das gelten lassen wollen, was man begreift, heißt, sich dazu verbannen, nichts gelten zu lassen; denn es gibt keine Wahrheit ohne Geheimnisse. Nichts gelten lassen, ist ein Zustand der Vertierung.

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Mit Geist zu lügen, ist eine Kunst, wahr sein heißt mit der Natur übereinstimmen.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Oft kommt die Wahrheit uns recht unwahrscheinlich vor.

Boileau, Dichtkunst (L’Art poétique), 1674

Das Wahre ist nur eines, das Wahrscheinliche vieles, das Falsche grenzenlos.

Vico, Vom Wesen und Weg der geistigen Bildung (De nostri temporis studiorum ratione), 1708

Es ist so viel schwerer, wahr zu sein, nachdem man einmal unwahr gewesen!

Rodenberg, Die neue Sündflut, 4 Bde., 1865

Je mehr eine Wahrheit sticht, je besser wird sie gefühlt.

Möser, Patriotische Phantasien, 4 Bde., 1775-86

Eine Wahrheit, die jeder nach seiner eigenen Lage beurteilt, kann leicht gemißbraucht werden.

Lessing, Ernst und Falk. Gespräche für Freimaurer, 1778. Zweites Gespräch, Ernst. Originaltext

Damit, daß man die Wahrheit erkennt, hat man sie noch nicht.

Tauler, Predigten