Wahrheit Sprüche – zeit
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Lang ist die Zeit, Es ereignet sich aber Das Wahre.
Wenn die Lüge einen Augenblick nützen kann, so schadet sie notwendig auf die Länge. Im Gegenteil nutzt die Wahrheit notwendig auf die Länge, wenn sie auch im Augenblick schadet.
Der Triumph der Spötter ist von kurzer Dauer; die Wahrheit bleibt, und deren unsinniges Lachen verstummt.
Was wir als Schönheit hier empfunden, Wird einst alsWahrheituns entgegengehn.
Holz bleibt Holz, nie wird auf Erden, was einmal grob ist, feiner werden.
Zeit ist kostbar, aber Wahrheit ist kostbarer als Zeit.
Jede Wahrheit kommt dem zu früh, der jede zu spät erkennt.
Man sagt, am Ende triumphiere die Wahrheit, aber das ist nicht wahr.
Es gibt nichts, was nicht durch üble Nachrede entstellt werden kann.
Schein vergeht, Wahrheit besteht.
Der Irrtum strömt, die Wahrheit sickert.
Eigentlich sollte niemand anders über sich sprechen, als durch sein Werk und seinen Tod. Denn wie ein Mensch stirbt, das beweist die Art seines Wesens noch restloser und eindeutiger als sein Werk.
Das Falsche hat den Vorteil, daß man immer darüber schwätzen kann; das Wahre muß gleich genutzt werden, sonst ist es nicht da.
Im Meinungskampf zu allen Zeiten Die gleichen Waffen Sieg erstreiten: Es sind die schärfsten Zungen Und allerstärksten Lungen. Da hat die Wahrheit liebe Not – Sie wird zumeist geschlagen tot.
Auch die Wahrheit ertrinkt, wenn das Gold aufschwimmt.
Die Wahrheit ist eine Blume, die immer schnell verwelkt, aber nicht immer zur Frucht wird.
Aber die Kreise des Wahren berühren sich unmittelbar; aber in den Intermundien hat der Irrtum Raum genug, sich zu ergehen und zu walten.
Allmächtig ist der Wahrheit Schimmer, Die Geister unterdrückt ihr nicht! Dreht an der Pflanze, dreht nur immer, Es dreht sich jedes Blatt zum Licht!
Zur Wahrheit bringt jedwedes Ding die Zeit, die alldurchdringende.
Vergeblich Schon recht. Du willst als Philosoph Die Wahrheit dir gewinnen; Du machst mit Worten ihr den Hof, Um so sie einzuspinnen. Nur sage nicht, daß zwischen dir Und ihr schon alles richtig. Sie ist und bleibt, das wissen wir, Jungfräulich, keusch und züchtig.
Nicht dem Guten gehöret die Erde. Er ist ein Fremdling, er wandert aus Und suchet ein unvergänglich Haus. Solang er glaubt, daß dem irdschen Verstand Die Wahrheit je wird erscheinen, Ihren Schleier hebt keine sterbliche Hand, Wir können nur raten und meinen. Du kerkerst den Geist in ein tönend Wort, Doch der freie wandelt im Sturme fort.