Weisheit Sprüche
Weise Gedanken und Erkenntnisse
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Das also war des Pudels Kern!
Die Weisheit ist nur in der Wahrheit.
Was wahr ist, kann nicht schlecht sein; was schlecht ist, kann nicht wahr sein; was gut ist, kann nicht auf Unwahrheit beruhen; was schädlich ist, kann nur das Werk des Betrugs und des Wahnsinns sein und demzufolge nicht die Wertschätzung des Weisen verdienen. Die Weisheit taugt nichts, wenn sie nicht zum Glück führt.
Weisheit und Klugheit Willst du, Freund, die erhabensten Höhn der Weisheit erfliegen, Wag es auf die Gefahr, daß dich die Klugheit verlacht. Die kurzsichtige sieht nur das Ufer, das dir zurückflieht, Jenes nicht, wo dereinst landet dein mutiger Flug.
Der Weise kann des Mächtigen Gunst entbehren, Doch nicht der Mächtige des Weisen Lehren.
Der Weise muß zu den Toren gehn, Sonst würde die Weisheit verloren gehn, Da Toren nie zum Weisen kommen.
Die Weisheit ruft laut auf der Straße und lässt ihre Stimme hören auf den Plätzen.
Besser ein weiser Tor als ein törichter Weiser.
Der Narr hält sich für weise, aber der Weise weiß, daß er ein Narr ist.
Der Weise hält seine Meinung zurück; also bin ich keiner.
Stets äußert sich der Weise leise, vorsichtig und bedingungsweise.
An den »Krökelorden« Ein alter Kauz, im hohlen Baum Vertieft in seinen Tagestraum, Doch aufgewacht durch lautes Pochen Von Meister Specht und durch die Lieder Der Vöglein, ist hervorgekrochen Und spricht also: Ihr Waldesbrüder! Die Welt, das läßt sich nicht bestreiten, Hat ihre angenehmen Seiten; Sie liefert Körner, Käfer, Mäuse Zum Wohlgeschmack in jeder Weise Und geht auch wohl so bald nicht unter. Ich grüße Euch; bleibt nur hübsch munter Und macht Euch möglichst viel Pläsier. Doch ich, der alt und kalt geworden, Ich passe nicht in Euren Orden; Mir ziemt die Ruhe. Gönnt sie mir. Und als der Kauz also gesprochen, Ist er zurück ins Loch gekrochen.
Denn zur Weisheit leitet uns Zeus und heiligt als Gesetz, daß in Leiden Lehre wohne.
Der Weg zum Gipfel äußerer Ehre ist voller Steingeröll. Aber wenn du dich entschließt der Weisheit Höhe zu erreichen, vor der selbst das Schicksal sich beugen muss, so wirst du zwar alles, was als Erhabenstes gilt, unter dir schauen, aber gleichwohl auf hemmungsloser Bahn zum Höchsten gelangen.
Die Wirkung der Weisheit ist eine sich gleich bleibende Freude.
Der Mensch ist weise, so lange er die Weisheit sucht; kaum glaubt er sie gefunden zu haben, so verliert er den Kopf.
Was sollte mich aber zu der Annahme nötigen, es könne niemand zur Weisheit gelangen, der die Buchstaben nicht kenne? Liegt doch die Weisheit nicht in den Buchstaben.
Nur die Weisheit ist es, welche die Traurigkeit aus dem Herzen vertreibt und die uns nicht vor Angst erstarren lässt. Unter ihrem Geleit lässt sich in Seelenfrieden leben.
Die Tugend liegt darin, das Laster zu fliehen, und von Dummheit frei zu sein, ist der Beginn der Weisheit.