Weisheit Sprüche – klassisch
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Denn wenig Gutes hört man in den Schulen Von Weisen, die um Gunst der Mächtigen buhlen: Doch stehn mit goldner Schrift im Buch der Ehren Die Fürsten, die befolgten weise Lehren.
Der Weise minnet nichts so sehr wie Gottes Huld und seine Ehr'.
Man kann weise sein aus Güte und gut aus Weisheit.
Der Weise hat seinen Mund im Herzen.
»Weder lieben, noch hassen« enthält die Hälfte aller Weltklugheit: »nichts sagen und nichts glauben« die andere Hälfte.
Wenn Dich jemand will Weisheit lehren, so siehe in sein Angesicht. Dünket er sich noch; und sei er noch so gelehrt und noch so berühmt, laß ihn und gehe seiner Kundschaft müßig. Was einer nicht hat, das kann er auch nicht geben.
Sei weise! Geh nicht zu denen, welche von sich reden; sie kennen nur das eigne, liebe Ich. Ein feines Ohr vermeidet die Trompeten; der Weise hält am liebsten sich für sich. Geh nicht zu denen, welche von sich schweigen; auch sie verehren nur ihr liebes Ich. Sie wollen sich als große Schweiger zeigen; der Weise hält am liebsten sich für sich. Und mußt du doch als Mensch zu Menschen gehen. So sprich und schweig, doch beides nicht für dich. Das Sprechen sei für die, die dich verstehen. Das Schweigen für der andern liebes Ich.
Der kluge Kaufmann verbirgt seine Schätze, als wäre er arm. Der Edle verbirgt seine Weisheit, als wüsste er nichts.
Den Toren fesselt der Gewänder Pracht, Den Weisen nur der Schönheit stille Macht.
Aller Weisheit Anfang ist Achtung vor der Weisheit.
Auch der Spiegel der Weisheit wird trüb.
Der Weise muß zum Schein Oft Torheiten begehen, Sonst würde er allein Und unverstanden stehen.
Was würde aus uns ohne Liebe zur Weisheit, ohne Nachdenken, ohne Weltentrückung und ohne die vernünftige Verachtung, die uns das Wissen um die eitlen, vergänglichen und flüchtigen Dinge eingibt, von denen nur Geizhälse und Anspruchsnarren soviel Wesens machen, weil sie in ihnen gute und dauerhafte Güter sehen.
Ein Weiser prüft und achtet nicht, was der gemeine Pöbel spricht.
Lehrbuch und Geschichte sind gleich lächerlich dem Handelnden. Aber auch kein stolzer Gebet als um Weisheit [sic], denn diese haben die Götter ein für allemal den Menschen versagt. Klugheit teilen sie aus, dem Stier nach seinen Hörnern und der Katze nach ihren Klauen, sie haben alle Geschöpfe bewaffnet.
Frei von Unruhe sind allein die Menschen, die für die Weisheit Zeit haben. Sie allein leben.
Der Weise übersieht mitunter einen Schlag ins Gesicht.
Weise sein heißt, die Narren und die Bösen meiden.
Ein Narr ist viel bemüht; des Weisen ganzes Tun, Das zehnmal edeler, ist Lieben, Schauen, Ruhn.
Die Erkenntnis eines weisen Mannes wächst wie eine Flut, und sein Rat ist wie eine lebendige Quelle.
Es gibt keine Meilensteine der Lebensweisheit; so kann ein Zwanzigjähriger klüger sein als ein Sechzigjähriger.