Weisheit Sprüche – klassisch
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Wer Weisheit nur aus Büchern lernt Und selbst nicht weise denkt und lebt, Wird immer mehr von ihr entfernt Je mehr er ihr zu nahen strebt. Das Leben soll die Erde sein, Darin die Weisheit Wurzel schlägt, Und pflanzt ihr hier den Kern nicht ein, Wächst euch kein Baum, der Früchte trägt!
Kein leicht unfertig Wort wird von der Welt verteidigt, Doch tut das Niedrigste, und sie wird nicht beleidigt. Der Weise sagt – der Weise war nicht klein –: Nichts scheinen, aber alles sein.
Willst Du in's Volk mit Deiner Weisheit dringen, Mußt Du Dein Wissen auch recht faßlich bringen.
Der Dummkopf beschäftigt sich mit der Vergangenheit, der Narr mit der Zukunft, der Weise mit der Gegenwart.
Dem Streben, Weisheit und Macht zu vereinigen, war nur selten und nur auf kurze Zeit Erfolg beschieden.
Ich habe meine Blüten und meine Frucht dahingegeben, nun bin ich nur noch ein hohler Stamm, aber wer sich in meinem Schatten niederläßt und auf mich hört, wird weiser werden.
Wenn ich nicht Alexander wäre, so würde ich Diogenes sein.
Arz'neigleich sind die Weisen, Leben spendend, Die Toren sind wie Gift, Verderben sendend. Durch Arznei gewinnt man Schmerzerlösung, Wie aber findet man durch Gift Genesung?
In der Tat ist Gott allein vollkommen weise, das heißt mit dem vollkommenen Wissen aller Dinge begabt; aber man kann auch die Menschen als mehr oder minder weise bezeichnen, je nachdem sie von den wichtigsten Dingen mehr oder weniger Wahrheiten erkennen.
Die Weisen zu verlachen, das ist das Vorrecht der Toren.
Weisheit Wißt ihr, wer größer noch ist, als die Staatenbeherrscher? – der Weise. Stirbt ein König, so ist schon der Erbthronfolger im Anzug; Stirbt ein Weiser, so ist schwer Seinesgleichen zu finden.
Die Weisen sagen selten, dies ist nicht möglich; häufiger sagen sie: ich weiß nicht.
Du willst mich Weisheit lehren Und warst selbst nie ein Tor? Lass ab, mich zu bekehren! Nicht findet, wer nichts verlor.
Das widerfährt allein dem Weisen, dass er nichts wider Willen tut.
Weisheit reitet oft auf Eseln und kommt zu spät.
Es ist ein schlechter Weiser, der von den Toren nicht verlacht wird.
Den besten Beweis von Weisheit liefert eine ständig gute Geistesstimmung.
Darin liegt meiner Meinung nach die höchste Anerkennung, die man der Weisheit spenden kann: dass sie unabhängig ist und sich in der Beurteilung dessen, worin das gute und schlechte Leben besteht, von äußerlichen Dingen nicht beeinflussen lässt.
Der Weise geht auf seinem Wege fort die menschliche Vernunft aufzuklären, und zuckt nur denn die Achseln, wenn andre Narren von dieser Aufklärung als einem letzten Zwecke, als einer Ewigkeit reden.
Man gehört noch zum Pöbel, so lange man immer auf andere die Schuld schiebt; man ist auf der Bahn der Weisheit, wenn man immer nur sich selber verantwortlich macht; aber der Weise findet niemanden schuldig, weder sich noch andere.
Der Weise sucht nur eins und zwar das höchste Gut. Ein Narr nach vielerlei und Kleinem streben tut.