Weisheit Sprüche – klassisch

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Wer mit Muße studiert, weiß, daß er alt wird, fühlt es aber nicht; er ist immer gleichmäßig für seine Studien tauglich.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Lebensalter, Leben und Tod

Es ist das Verderben unserer Tage, daß wir, losgelöst vom Göttlichen, alles aus unserer Kraft und Weisheit heraus gestalten, alles uns selbst und nichts der ewigen Gnade verdanken wollen. Es gibt keine neue Weisheit, und der ist der Weiseste, der dies weiß und danach handelt.

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Der Weise häuft nicht an für sich allein, je mehr er an andere denkt, desto mehr besitzt er.

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Der Weiseste ist derjenige, der sich nicht dafür hält.

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Die Weisheit, welche nicht, Wie du, verständlich spricht, Die laß nicht in dein Haus: Sie gibt sich nur für Weisheit aus!

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»Ihr vertraget gern die Narren, dieweil Ihr klug seid!« ist wohl einer der weisesten Sprüche des guten Paulus.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Wo der Leib muß schwanken, Da schwanken auch die Gedanken; Aber Weisheit hat gern ihre Stell' In einer ruhigen, stillen Seel'.

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Der Weise wird unwillkürlich mit den andern Menschen leutselig umgehen, wie ein Fürst, und sie, trotz aller Verschiedenheit der Begabung, des Standes und der Gesittung, leicht als gleichartig behandeln: was man, sobald es bemerkt wird, ihm sehr übel nimmt.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten

Mit unsrer Weisheit steht es wahrlich noch sehr kläglich; wie wenig weise Männer schafft sie. Seht die Narren an, wie viel Narren sie täglich zuwege bringen.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Jugendschriften Meiner Weisheit A und O Klang mir hier: Was hört’ ich doch! Jetzo klingt mir’s nicht mehr so, Nur das ew’ge Ah! und Oh! Meiner Jugend hör ich noch.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Scherz, List und Rache. Vorspiel in deutschen Reimen

Die Römer sind es euch, die Griechen laßt ihr liegen? Ihr nehmt das Ei und laßt die Henne fliegen!

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Aus der freien Narrheit der Individuen kann für den Staat große Weisheit gedeihen.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Wer über diese Welt hinaussieht, und sich der andern bewußt ist, der vergilt nicht Böses mit Bösem, und trotzt nicht; aber er fürchtet auch nicht, und erschrickt nicht.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Achter Teil. Brief an Andres

Was ist die Weisheit eines Buchs gegen die Weisheit eines Engels?

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Die Weisen finden Vergnügen in den Gewässern; die Tugendhaften in den Bergen.

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Ich möchte die Weisheit münzen d. h. sie prägen in Maximen, in Sprüchwörter und Sentenzen, leicht zu behalten und zu überliefern.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Alle Weisheit muß zu Grunde geh'n, Wenn wir glauben soll'n und nicht versteh'n.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Nur eine Weisheit führt zum Ziele, Doch ihrer Sprüche gibt es viele.

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851. Vermischte Gedichte und Sprüche. Vorangestelltes Motto

Anklagen Ein Thor, der klaget Stets and're an! Sich selbst anklaget Ein halb schon weiser Mann! Nicht sich, nicht and're klaget Der Weise an.

Herder, J. G., Gedichte. Bilder und Sprüche

Trink' nicht in Hast, als sei's ein Spiel! Der Weise schießt nicht über's Ziel; Er trinkt bedächtig – aber viel.

Seidel (Hg.), Sprüche für Haus und Gerät, 1892

Sokrates Dich erklärte der Pythia Mund für den weisesten Griechen. Wohl! Der Weiseste mag oft der Beschwerlichste sein.

Schiller, F., Gedichte. Xenien und Votivtafeln aus dem Nachlass