Weisheit Sprüche – mut

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Weisheit bekommt man nicht in den Schoß geworfen, man muß sie selber finden.

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Ohne Mut trägt die Weisheit keine Früchte.

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Aller Weisheit Anfang ist Achtung vor der Weisheit.

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Der Weise muß zum Schein Oft Torheiten begehen, Sonst würde er allein Und unverstanden stehen.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Die ganze Weisheit des Menschen sollte darin bestehen, jeden Augenblick mit voller Kraft zu ergreifen, ihn so zu benutzen, als wäre er der einzige, letzte. Es ist besser mit gutem Willen etwas schnell zu schnell thun, als unthätig zu bleiben.

Wolzogen, Schillers Leben. Verfasst aus Erinnerungen der Familie, seinen eigenen Briefen und den Nachrichten seines Freundes Körner, 1830. Den 15. Febr., als ich mit Schiller allein Thee trank (zit. von Christiana v. Wurmb). Originaltext

Ein Weiser schaut nicht auf seine Füße. Er überlegt den nächsten Schritt.

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Wenn du Weisheit lernen willst, so mußt du darauf gefaßt sein, daß man dich auslachen wird, und daß viele spottend sagen werden: »Der kommt ja plötzlich als ein Philosoph daher; warum für uns (die wir ihn doch von Jugend auf kennen) die hohen Augenbrauen?« Mache du überhaupt keine stolze Miene; halte aber an dem, was du als das Beste erkannt hast, so fest, als ob du von Gott auf diesen Posten kommandiert seiest, und glaube, daß, wenn du fest auf demselben beharrst, die, welche dich früher verlachten, dich später bewundern werden. Gibst du ihnen aber nach, so werden sie dich doppelt verlachen.

Epiktet, Handbüchlein der Moral (Encheiridion), von Arrian angefertigter Auszug aus den Lehrgesprächen Epiktets, um 125 n. Chr. [22]

Um weise zu werden, muss man gewisse Erlebnisse erleben wollen, also ihnen in den Rachen laufen. Sehr gefährlich ist dies freilich; mancher „Weise“ wurde dabei aufgefressen.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten

Wie die Weisheit der Anfang aller Tugend ist, so ist die Tapferkeit ihre Vollendung; denn durch jene wird, was zu tun ist, geprüft, durch diese wird es gesichert.

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Zum Weg des Edlen gehört dreierlei, aber ich bewältige es nicht: Richtiges Verhalten zu anderen Menschen – es befreit von Sorgen. Weisheit – sie bewahrt vor Zweifeln. Entschlossenheit – sie überwindet die Furcht.

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»So kommt denn«, fragst du, »nimmer weiter Das arme menschliche Geschlecht? So haben denn die edlen Streiter Umsonst gekämpft für Licht und Recht?« – Wir kommen weiter, trotz den Mängeln, Trotz allem, was uns täuscht und irrt, Ob auch ein Paradies von Engeln Die Erde nie erzeugen wird. Die Sonne wird, nach tausend Jahren, Wie heute, schwache Menschen sehn; Auch werden immer aus den Scharen Hervor erhabne Seelen gehn, Die unverletzlich die Gefahren Der Zeitenpestilenz bestehn. Die sind der Menschheit Licht und Leiter; Vor ihnen wird es hell und klar; Sie schreiten vor durch die Gefahr Und führen Menschenseelen weiter. Ein sieggewisser Göttermut Bezeichnet leuchtend diese Hohen; Sie sind die heiligen Heroen Auf denen Gottes Vollmacht ruht. Fern von des Lebens Wirbelkreisen, Und aus den Stürmen seiner Zeit Tief in die Ruh der Einsamkeit Hineinzuflüchten, ziemt dem Weisen, Der gern mit seinem Herzen spricht; Nur sich und Schätze seiner Gaben In ihrem Schoße zu begraben, Verhüllend das verliehne Licht, Wie die verkehrten Tugendhaften, Die heiligen Halbgötterschaften, Das ziemt dem weisen Manne nicht!

Tiedge, Die Einsamkeit, 1792

Wage es, weise zu sein! Fang an! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur einem Bauern, der darauf wartet, daß der Fluß versiegt, bevor er ihn überquert.

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Es gibt Fälle, wo das Höchste wagen die höchste Weisheit ist.

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Was wir an Schönheit und Kühnheit durchs Leben verlieren, gewinnen wir an Weisheit und Freiheit.

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Ehrlichkeit Wer rechten Lebensmut bewiesen Und für die Wahrheit viel gewagt, Der hat die gründlichsten Sottisen In stiller Stunde sich selber gesagt. Der Jugend Torheit zahlt die Spesen, Und Lebenskunst verdient sich schwer; Und wär' ich nie ein Narr gewesen, Wo nähm' ich jetzt die Weisheit her?

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Laufe in Sandalen, bis daß dir die Weisheit Schuhe einbringt.

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Euch ist alles im Weg, was nicht eurer Weisheit Stempel trägt.

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Der Stein der Weisen liegt im Adlernest.

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Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.

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Der Honig. Der du nach Weisheit fliegst, bewahre den Fuß und den Flügel vor dem Honig der Lust; oder du klebest daran.

Herder, Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 4. Sammlung), 1792. Zweites Buch

Der Weise begnügt sich nicht mit dem Studium der Natur und der Wahrheit; – er wagt es auch, letztere auszusprechen um der kleinen Zahl von Menschen willen, welche denken wollen und können, ohne Rücksicht auf die grosse Menge der Sklaven des Vorurtheils, welche ebenso wenig an sie heranzureichen vermögen, als es den Fröschen zu fliegen vergönnt ist.

La Mettrie, Der Mensch eine Maschine (L'homme [plus que] machine), 1748. Übersetzt von Adolf Ritter, Verlag Erich Koschny, Berlin 1875