Weisheit Sprüche – philosophisch

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Solche Kenntnis [der Achtsamkeit] freut den Weisen, und ihn freut das rechte Streben. Ernstes Denken ist ihm Labsal, Glück ist ihm ein heilig Leben.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 22. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Kann der mein Weiser sein, der seine Weisheit mir zuschnauzt?

Müller (Hg.), Blätter zur Pflege persönlichen Lebens (seit 1914 unter dem Titel: Grüne Blätter), 1897-1941. 1908 (Spruch, den Gött zusammen mit anderen Sprüchen Johannes Müller per Post zuschickte)

Wo ist die Weisheit, die wir im Wissen verloren haben?

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Weisheit ist alleiniger Anteil vernünftiger Wesen und kommt auf Erden allein dem Menschen zu.

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Die Weltweisheit hat eben so viele Menschen zu einem persönlichen Gott, wie von ihm ab geführt.

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Solange die Weisheit bei ihrem Vorhaben auf Weisheit rechnet oder sich auf ihre eignen Kräfte verläßt, entwirft sie keine andren als schimärische Pläne, und die Weisheit läuft Gefahr, sich zum Gelächter der Welt zu machen.

Schiller, Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs, 1790

Zwischen Weisheit und Wissen klafft ein breiterer Abgrund als zwischen Religion und Kirche.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Viele leben und schweben in ihren Hypothesen, und beantworten jede Frage; während der Weise frei bekennt: "Das weiß ich nicht."

Kornmann, Nachträge zu den beyden Sibyllen der Zeit und der Religion, 1818 (posthum)

Die Weisheit ist dem Einen tiefster Kummer: Sie sieht die Schrecken, sieht das Unglück erst Mit reinen Augen aus dem klaren Geiste!

Schefer, Hausreden, 1855. Aus: Denen Deine Liebe – Allen Hülfe

Die Weisheit (Philosophie) ist eine Wissenschaft göttlicher und menschlicher Dinge nebst den Ursachen, worauf sie beruhen.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. II, 2.

Der Gesetze der Weisheit und Moral sind nicht viele; nur der Erklärungen, Beweise und Anwendungen dieser Gesetze gibt es viele.

Schlegeln/Heyern (Hg.), C. F. Gellert's Moralische Vorlesungen. Erster Band, nach des Verfassers Tod hg. von Johann Adolf Schlegeln und Gottlieb Hegerecht Heyern, Leipzig 1770

Der Weise begnügt sich nicht mit dem Studium der Natur und der Wahrheit; – er wagt es auch, letztere auszusprechen um der kleinen Zahl von Menschen willen, welche denken wollen und können, ohne Rücksicht auf die grosse Menge der Sklaven des Vorurtheils, welche ebenso wenig an sie heranzureichen vermögen, als es den Fröschen zu fliegen vergönnt ist.

La Mettrie, Der Mensch eine Maschine (L'homme [plus que] machine), 1748. Übersetzt von Adolf Ritter, Verlag Erich Koschny, Berlin 1875

Der höchste Grad der Weisheit ist, zu erkennen, dass man keine besitzt.

Souvré/Sablé, Maximes et Pensées Diverses, imprimé chez Sebastien Mabre-Cramoisy, Paris 1678

Was aber ist Weisheit? Stets dasselbe zu wollen und dasselbe nicht zu wollen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 20. Brief. Übers. Internet Seneca modifiziert hier Sallust Cat. 20,4. Originaltext: Quid est sapientia? semper idem velle atque idem nolle

Der Weg zu der Weisheit [führt] durch den schrecklichen Abgrund der Zweifel.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Entstanden Anfang und Mitte der 80er Jahre, Erstdruck 1786. Julius an Raphael

Wahre Weisheit umfasst nicht nur die Erkenntnis des Wahren, sondern auch den Drang und die Liebe zum Ehrenvollen.

Erasmus von Rotterdam, Adagia, 1510-35. Übers. Internet Originaltext: Vera sapientia non solum complectitur veri cognitionem, verum etiam studium et amorem honesti.

Von allem Erstrebenswerten ist das höchste die Weisheit, in der sich die Vorstellung des vollkommenen Guten zeigt.

Hugo von Sankt Viktor, Didascalicon de Studio Legendi, um 1127. Liber Primus. Übers. Internet Originaltext: Omnium expetendorum prima est sapientia, in qua perfecti boni forma consistit.

Die Weisheit erleuchtet den Menschen, sodass er sich selbst erkennt.

Hugo von Sankt Viktor, Didascalicon de Studio Legendi, um 1127. Liber Primus. Übers. Internet Originaltext: Sapientia illuminat hominem ut seipsum agnoscat.

Verstand erfasst das "Was"; Weisheit dringt in das "Wie", doch selbst die größte ergründet nie das letzte "Warum".

Peters, Aphorismen, 1931

Die Weisheit spiegelt sich im Kopfe des Weisen als Selbstverständlichkeit.

Münzer, Tausendundein Aphorismus, 1914

Indem die Weisheit den Zweifel verlernt, wird sie wieder zur Torheit.

Kunad, Aphorismen, 1901