Zeit Sprüche

Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit

760 Sprüche in dieser Kategorie

Überläßt man die Verwendung der Zeit dem Zufall, regiert das Chaos.

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Bemühe dich, nicht unter deiner Zeit zu sein.

Lichtenberg, Sudelbuch D, 1773-1775. [D 474]

Die nächsten Jahrhunderte werden weder den Deutschen noch den Franzosen noch sonst einem andern Volke oder einem Fürsten gehören; sondern der Menschheit.

Börne, Menzel der Franzosenfresser, 1837

Viel und gut steht selten beisammen, und derjenige, welcher an seinen Freund schrieb: »Ich habe nicht Zeit gehabt, mich kürzer zu fassen«, wußte, daß nicht das Viele, sondern das Wenige schwer ist.

Winckelmann, Abhandlung von der Fähigkeit der Empfindung des Schönen in der Kunst und dem Unterrichte in derselben, 1763

Eilen wir; die Zeit flieht und reißt uns mit sich fort.

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Mein Haus sagte zu mir: „Verlass mich nicht, denn hier wohnt deine Vergangenheit.“ Dann sagte die Straße zu mir: „Komm, folge mir, ich bin deine Zukunft.“ Da sagte ich zu beiden, meinem Haus und der Straße: „Weder habe ich Vergangenheit noch Zukunft. Denn wenn ich hier bleibe, ist ein Gehen in meinem Verweilen, und wenn ich gehe, ist ein Verweilen in meinem Gehen. Es sind nur Liebe und Tod, die die Dinge ändern.“

Gibran, Sand und Schaum. Aphorismen (Sand and Foam), 1926, übersetzt von Hans-Josef Fritschi, Books on Demand 2018

Der Zeitpunkt Eine große Epoche hat das Jahrhundert geboren, Aber der große Moment findet ein kleines Geschlecht.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Die Zeiger der Uhr drehen sich nur vorwärts, nicht zurück.

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Die Zeit wirft Runzeln, wie der Parthe seine Pfeile warf – im Fliehen.

Petit-Senn, Blüthen und Knospen (Bluettes & Boutades). Frei bearbeitet von Franz August Stocker, 1861

Die Zeiten werden immer besser und besser ... allerdings nur im Sport.

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Merkt auf, die Zeit ist sonderbar. Und sonderbare Kinder hat sie uns.

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Es ist eine böse Zeit! – Mißmutig hatte ich die Zeitung weggeworfen, mir eine frische Pfeife gestopft, ein Buch herabgenommen und aufgeschlagen.

Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857

Das ist der Hauptfehler der meisten Menschen, daß sie den Zeitvertreib höher schätzen als die Zeit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein wie die Vögel sind: Nur Zeit.

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Die Zeit läßt alle Dinge reifen – kein Mensch wird klug geboren.

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Die Zeit ist ein Fluss ohne Ufer.

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In Lebensfluten, im Tatensturm Wall ich auf und ab, Webe hin und her! Geburt und Grab, Ein ewiges Meer, Ein wechselnd Weben, Ein glühend Leben, So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Nacht, Geist zu Faust

Unendlich ist der Raum, durch den wir in dunkler Nacht sternenweit schauen, aber bei lichtem Tage bietet er sich fassbar umgrenzt dem Auge. Nie die Zeit: unsichtbar bleibt sie, stumm, unerbittlich, ein Geheimnis dem Menschen, eine Macht, die uns alle unterjocht.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Die Sand-Uhren erinnern nicht bloß an die schnelle Flucht der Zeit, sondern auch zugleich an den Staub in welchen wir einst verfallen werden.

Lichtenberg, Sudelbuch C, 1772-1773. [C 27]

Die Zeit ist der Stoff, aus dem die großen Unternehmungen gemacht werden.

France, Nützliche und erbauliche Meinungen des Herrn Abbé Jérôme Coignard, gesammelt von seinem Schüler Jacques Tournebroche, übersetzt von Friedrich von Oppeln-Bronikowski, München 1924