Zeit Sprüche
Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit
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Tag wird es auf die dickste Nacht, und kommt Die Zeit, so reifen auch die spätsten Früchte!
Glaube mir es steht unendlich viel in unserer Gewalt, wir haben unser Vermögen nicht gekannt – dieses Vermögen ist die Zeit. Eine gewissenhafte sorgfältige Anwendung dieser kann erstaunlich viel aus uns machen. Und wie schön wie beruhigend ist der Gedanke, durch den bloßen richtigen Gebrauch der Zeit, die unser Eigenthum ist, sich selbst, und ohne fremde Hilfe ohne Abhängigkeit von Außendingen, sich selbst alle Güter des Lebens erwerben zu können. Mit welchem Rechte können wir das Schicksal oder den Himmel darüber belangen, daß er uns weniger als andre begünstigte. – Er gab uns Zeit und wir haben alles sobald wir Verstand und ernstlichen Willen haben mit diesem Kapital zu wuchern.
Verloren… Gestern, irgendwo zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, zwei goldene Stunden verloren, jede bestückt mit 60 diamantenen Minuten. Keine Belohnung ausgesetzt, denn sie sind fort für immer.
Jede große Zeit erfaßt den ganzen Menschen.
Man sollte beständig die Wirkung der Zeit und die Wandelbarkeit der Dinge vor Augen haben und daher bei allem, was jetzt stattfindet, sofort das Gegenteil davon imaginieren.
Zeit haben heißt Willen haben. Die Willensschwachen haben nie Zeit.
Alle Dinge haben ihre Zeit, auch die guten.
Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben! Sie zuhalten, wäre das Problem. Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben, wo ein endlichSeinin alledem? – Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt: Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen, und das willig Liegende verschwimmt – Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; – aber auch in ihnen flimmert Zeit. Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit. Aus dem Nachlaß des Grafen C. W.
Die Zeit ein stetes heute Was heute gestern heißt, das hieß man gestern heute. Was heute morgen ist, wird morgen heute seyn. Und dennoch sorget ihr für morgen, blinde Leute! Weils morgen heut' auch ist, so sorgt für heut' allein.
Tausend Jahre, mit dem unendlichen Halm gemessen, sind bloß ein Stück Häckerling.
Man muß die Hälfte seiner Zeit vertun, um mit der anderen etwas anfangen zu können.
Die Erinnerung (Nach dem Spanischen.) »Gute Zeiten, sel'ge Stunden, Sagt, wo seid Ihr hingeschwunden? Und zum Unglück oder Glück Blieb mir Euer Bild zurück?« »Hin zu neuer Jugend Stunden Sind wir leise hingeschwunden; Und zur Labung und zum Glück Blieb Dir unser Bild zurück.« »Euer Bild? Wie ungenossen Sind der Tage viel verflossen! Trübe kommt dem matten Blick Reue oft statt Trost zurück.« »Auch der Reue süße Schmerzen Sind ein Balsam kranker Herzen. Neuer Muth ist Lebensglück; Schaue vor Dich, nicht zurück!« »Vor mich? Sieh, auf jenem Hügel In der Abendröthe Spiegel Seh' ich eine Urne stehn; Darf ich, darf ich zu ihr gehn?« »Geh hinan! Die goldnen Stunden Haben kränzend sie umwunden. Lies die Inschrift, glänzend-schön: ›Auch hier ist Arkadien!‹«
Alles hat seine Zeit, Winter und Sommer, Herbst und Frühling, Jugend und Alter, Wirken und Ruhe.
Früh in blühender Jugend lern', o Jüngling, Lebensglück. Sie entfliehn, die holden Jahre! Wie die Welle die Welle treibet eine Stunde die andere. Keine kehret zurück, bis einst dein Haupthaar Schneeweiß glänzet, der Purpur deiner Lippen Ist erblichen; nur eine Schönheit blieb dir - Männliche Tugend.
Es liegt in dem Alter selbst, daß man diese Flüchtigkeit der Zeit beschleunigt findet. Je weniger man zu Stande bringt, desto kürzer scheint sie.