Zeit Sprüche
Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit
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Wer seine Stunden besser zu nutzen versteht, behält noch Zeit übrig.
Fort, daß wir müßig nicht die Zeit versitzen: Die Stunde, die noch unser, laßt uns nützen!
Jede Minute, Mensch, sei dir ein volles Leben! – Verachte die Angst und den Wunsch, die Zukunft und die Vergangenheit! – Wenn der Sekundenweiser dir kein Wegweiser in ein Eden deiner Seele wird, so wirds der Monatsweiser noch minder, denn du lebst nicht von Monat zu Monat, sondern von Sekunde zu Sekunde!
Alles besiegt die Liebe, alles erreicht das Geld, alles endet mit dem Tode, alles verschlingt die Zeit.
Es ist immer interessant, die Linie zu verfolgen, in der gewisse Erscheinungen der Zeitgeschichte sich bewegen – bald rasch, bald langsam, bald stillstehend oder gar zurückweichend, um dann wieder mit desto größerer Eile nach vorwärts zu streben; merkwürdig ist auch, wie manche spätere Phase prophetisch vorempfunden wurde.
Die Zeit ist die kostbarste aller Gaben, die Gott uns gegeben hat; darum müssen wir sie auf eine Art nutzen, die zeigt, wie hoch wir diese Gabe schätzen.
Die Zeitrubriken Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für unser Seelenleben nur momentweise und nur bedingt vorhanden. Der Regel nach umfaßt die Tätigkeit der Gedanken wie des Gefühls mit abwechselnder Klarheit sie alle schrankenlos und gleichzeitig.
Lied In allen trüben Stunden, Die mir die Welt gebracht, Hab' ich allzeit empfunden Des alten Wortes Macht: Ein Saatgefilde ist die Zeit, Du erntest Lust, du erntest Leid – Der Tag hat seine Stunden Und ihre Zeit die Nacht. Das hab' ich immer feste Gehalten vor dem Sinn, Es kam und schwand das Beste So wie das Schlimmste hin. Harr' aus nur eine Weile lang, Bis es erinnernd wiederklang, Und was da bleibt vom Reste, Der Rest bleibt doch Gewinn.
Den rechten Zeitpunkt zu wählen, heißt Zeit sparen. Jegliches Geschäft besteht aus drei Teilen: die Vorbereitung, der Beratschlagung oder Untersuchung – und die Vollendung. Von diesen laß, wenn dir an Beschleunigung gelegen ist, den mittleren das Werk Vieler und den ersten und letzten das Werk Weniger sein.
Zeitlied Die Träumer und Propheten, Die raten und die reden Viel von der Ewigkeit. Wohlan, wers kann, der fliege! Wir steigen auf der Stiege Bescheiden, stufenweise; so dienen wir der Zeit. Wir bleiben auf der Erden, Hier gilt es reif zu werden In Kraft und Fröhlichkeit. Das ist des Lebens Segen: Im Lichte sich zu regen; Wir messen unsre Kräfte am Kraftmaß unsrer Zeit. Sie gibt uns viel, wir geben Ihr unser ganzes Leben In Kindesdankbarkeit; Das Erbe gilts zu mehren, Daß wir mit ihr in Ehren Vor uns bestehen können, froh einer reichen Zeit. Schön soll sie sein, und Stärke Das Merkmal ihrer Werke; Der Kraft sei sie geweiht, Die Seele, Geist und Triebe Umfaßt mit gleicher Liebe, Daß wir mit Stolz bekennen: wir dienen dieser Zeit.
Ehe-Gebet Gib mir deine Hand: ich küsse sie. Schenk mir deinen Blick: ich fühle ihn. Gib mir deine Wahrheit, Frau, die ganze, Bis zur letzten Nacktheit gib sie mir: ich heilige sie. Denn ich muß Göttliches in meinem Herzen haben und wieder einen Glauben, Ein Heiligtum muß ich haben und einen Altar, Kränze darauf zu legen, Weihrauch meiner Seele, Und mein Herz selber als Flamme, die sich gerne verzehrt.
Auch weiß der Mensch seine Zeit nicht, sondern wie die Fische gefangen werden mit dem verderblichen Netz und wie die Vögel mit dem Garn gefangen werden, so werden auch die Menschen verstrickt zur bösen Zeit, wenn sie plötzlich über sie fällt.
Die Zeit vergeht, immer schneller werden ihre eiligen, kleinen Schritte. Wie goldene Stäubchen im roten Strahl der Sonne, so flimmern in der Zeit die Menschen auf und verschwinden wieder.