Zeit Sprüche

Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit

760 Sprüche in dieser Kategorie

Der Mensch kränkt sich über den Verlust seines Vermögens, seltener über den Verlust seiner Zeit.

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Und während wir fahren und lauschen, ahnen wir: in diesen Kiefern nisten die vergangenen Jahre.

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Die Zeit ist die Arznei der Seele.

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Am Stirnhaar laß den Augenblick uns fassen, Denn unsre schnellsten Schlüsse Beschleicht der unhörbare, leise Fuß Der Zeit, eh sie vollzogen sind.

Shakespeare, Ende gut, alles gut (All's Well That Ends Well), Erstdruck 1623

Alles ist heilsam, was uns daran erinnert, daß die Zeit ein Ende hat.

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Die Zeit rückt fort und in ihr Gesinnungen, Meinungen, Vorurteile und Liebhabereien.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 8. Kapitel

Es fliegt die Zeit, wir mit ihr, und mit uns all unser winzig Freud' und Leid, das uns in unserem verblendeten Größenwahn so wichtig dünkt.

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Was man schon vorgestern hätte tun sollen, hat auch bis übermorgen Zeit.

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Ehe eine Zeit aufbricht und weiterzieht, schickt sie immer fähige und vertraute Menschen voraus, ihr das neue Lager abzustechen. Ließe man diese Boten ihren Weg gehen, folgte man ihnen und beobachtete sie, erführe man bald, wo die Zeit hinaus will. Aber das tut man nicht. Man nennt jene Vorläufer Unruhestifter, Verführer, Schwärmer und hält sie mit Gewalt zurück. Aber die Zeit rückt doch weiter mit ihrem ganzen Trosse, und weil sie nichts bestellt und angeordnet findet, wohnt sie sich ein, wo es ihr beliebt, und nimmt und zerstört mehr, als sie gebraucht und verlangt.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [32]

Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit und rollt mit sich dahin des Lebens Flut.

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Der ist glücklich genug, der keine Zeit hat, unglücklich zu sein.

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Die Zeit entsündigt alles, und sie selbst ergraut.

Aischylos, Die Eumeniden (Dritter Teil der Orestie), 458 v. Chr. V. 275

Versäumt die Zeit nicht, die gemessen ist!

Schefer, Laienbrevier, 2 Bde., 1834/35

Die Zeit ist das Kostbarste, was man verschwenden kann.

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Denke daran, daß die Zeit Unglück und Glück verschlingt. Trachte nach Loslösung von allem.

Hertz (Hg.), Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, 1886

Die Zeit ist die wichtigste Zutat im Rezept des Lebens.

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Wir müssen mit der Zeit fortgehen, oder die Zeit schleppt uns fort, ans Zurückgehen ist nicht mehr zu denken; glücklich ist der, der willig gehet [...].

Herder, Sophron. Gesammelte Schulreden, 1810 (posthum). XII. Schulen, eine öffentliche Landessache zum gemeinen Besten. (Bei der Einführung des Herrn Direktors Böttiger und Hrn. Sub-Konrektors Stiebriz.), 1791

Zeit ist wie ein Wirt nach heut'ger Mode, Der lau dem Gast die Hand drückt, wenn er scheidet, Doch ausgestreckten Arms, als wollt' er fliegen, Umschlingt den, welcher eintritt.

Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), Erstdruck 1610

Die Zeit ist kein diskursiver, oder, wie man ihn nennt, allgemeiner Begriff, sondern eine reine Form der sinnlichen Anschauung.

Kant, Kritik der reinen Vernunft, 2., erweiterte Auflage 1787 (EA: 1781). I. Transzendentale Elementarlehre

Zeit ist Leben, und Leben ist Zeit.

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Ein jeder ist ein Kind der Zeit.

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