Zeit Sprüche

Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit

760 Sprüche in dieser Kategorie

Die Zeit: Dieser alte Mann – glatzköpfiger Betrüger.

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Ihr wärt modern? Daß doch die schlimme Verwechslung immer mehr gedeiht! Ihr lauscht des Tages lauter Stimme Und überhört den Ruf der Zeit.

Fulda, L., Gedichte. Sinngedichte, 1893

In diesen Zeiten ist alles Politik.

Kierkegaard, Der Einzelne (Den enkelte). Zwei 'Noten' betreffs meiner Wirksamkeit als Schriftsteller, entstanden 1846-47. Vorwort. Übersetzt von Albert Dorner und Christoph Schrempf, 1922

Der Mensch baut Schlösser und die Zeit zerstört sie.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Zeit hinter uns, Zeit vor uns, mit uns ist sie nicht.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Die Zeit ist das was uns immer narrt, und wir kommen ihr nicht auf die Schliche.

Schopenhauer, A., Nachlass. Bogen U (1814)

Stoßseufzer Stunden gehen, immer Stunden, Wer hat doch die Qual erfunden? An den Stuhl wie angebunden Sitzt man, bis der Tag entschwunden. In den Stunden, in den Stunden Wird geplagt man und geschunden, Und die einzigen, die uns munden, Sind halt doch die Schäferstunden!

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Es ruht noch manches im Schoße der Zeit, das zur Geburt will.

Shakespeare, Othello, Erstdruck 1622

Wehe den Menschen, die in jeder Beziehung ihrer Zeit voraus sind; sie erliegen ihrer Zeit!

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Heute genieß' ich der Zeit, denn das Morgen liegt im Verborgenen.

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Die Zeit Ich saß allein, so ganz allein Und dacht' mit krankem Sinnen, Was, wenn die Zeit nicht anders würd', Ich denn wol sollt' beginnen? Das ist des Deutschen traurig Loos Die Zeit nur anzuklagen, Sie ist ein leibhaft jammernd Bild von tödtlichem Versagen. Die Lieb' wird blass, die Freundschaft matt, Es bleichen alle Farben – Das Vaterland, der Heimat Herd, Sie allesamt verdarben!

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Du möchtest der Zeit nach immer leben, mein lieber Piepmeyer? Aber wenn du auf immer neuen Planeten ewig ein neues Zeitleben lebst, so kommt es in jedem derselben immer nur darauf an, ob du vermagst, ins Zeitlose emporzusteigen. Von der endlosen Zeit, mein Lieber, hast du gar nichts.

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Die Zeit ist kurz, wo wir die Rosen haben, Denn wie die Nachtigall oft plötzlich Abbricht, o so verstummt uns rasch das Leben, Und alle Freude wird zu stillem Leid.

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Wer Zeit hat, kann vieles abwarten.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Zeit ist ein wunderbares Kapital, dessen Wert unberechenbar, dessen rechte Benutzung hauptsächlich in der Angewöhnung und im Blute liegt.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Die Zeit, die ist ein sonderbares Ding.

Hofmannsthal, Der Rosenkavalier, Libretto zur gleichnamigen Oper von Strauss/Hofmannsthal, UA 1911. Marschallin

Sie geh'n dahin und werden angerechnet.

Inschrift. Alte Uhreninschrift

Der Zeit kann und muß nichts vorgreifen, nicht Religion, nicht Weisheit, sie leidet es nicht; nur sie kann den Schmerz lindern.

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Die Zeit vergeht nicht. Wir nur vergehen.

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Es gibt ein Zeitgefühl, das sich nicht betrügen läßt. Man kann auf Robinsons Insel gemütlicher leben als in Berlin; aber nur, solange es Berlin nicht gibt. [...]

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. V. Von zwei Städten

Man sagt, daß die Zeit ein großer Lehrer ist. Das Üble dabei ist, daß sie ihre Schüler tötet.

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