Zeit Sprüche

Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit

760 Sprüche in dieser Kategorie

Des Menschen Engel ist die Zeit, weil sie uns die Möglichkeit bietet, unsere Sünden zu bereuen.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Der Kaufpreis der Ewigkeit ist die Zeit.

Internet

Ja, so groß ist die Torheit der Menschen, daß, während sonst auch das Kleinste und Unbedentendste, wenn es nur überhaupt ersetzbar ist, von dem Empfänger als Schuldposten anerkannt wird, niemand sich als Schuldner fühlt dem gegenüber, der ihm seine Zeit gewidmet hat, während doch gerade dies das Einzige ist, was auch der Dankbare nicht wiedererstatten kann.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 1. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Willst du dir über die wahre Beschaffenheit eines Dinges klar werden, so lass nur die Zeit walten: im flüchtigen Vorüberströmen lässt sich nichts genau erkennen.

Seneca, Vom Zorn oder Über den Zorn (De Ira). III, 12. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Soll zum Sieg Die Wahrheit gelangen, Mußt du den Krieg In dir anfangen.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Uns ekelt vor unserem Jahrhundert, und doch gehören wir zu ihm.

Internet

Zeit führt eine scharfe Axt.

Internet

Die Zeit entstellt Alle Lebewesen.

Ringelnatz, J., Gedichte. Allerdings, 1928. Aus: Ich habe dich so lieb

Wer von seinem Freunde nicht Offenheit ertragen will, wird sie einmal, ausgedrückt durch Worte des Hasses, von seinem Feinde ertragen müssen.

Leixner, Der Weg zum Selbst, 1905

Nütze die Zeit: Die Zeit, so lehrte mein Urgroßvater, hat ein Janusgesicht, von vorn zeigt sie sich Dir jung und frisch: greife sie fest an der Stirnlocke; hinten hat sie eine Glatze.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Nicht das Leben, das wir empfangen, ist kurz, nein, wir machen es dazu; wir sind nicht zu kurz gekommen; wir sind vielmehr zu verschwenderisch.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 1. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923) Originaltext: Non accepimus brevem vitam, sed fecimus, nec inopes eius, sed prodigi sumus

Ich rate Ihnen, passen Sie auf Ihre Minuten auf und die Stunden geben auf sich selbst acht.

Internet

Alles läßt sie welken, die übermächtige Zeit.

Internet

Niemand zweifelt daran, dass vor der Sintflut das beste Zeitalter gewesen ist.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Wenn du wenig Zeit haben willst, dann tue nichts.

Tschechow, Notizbücher

Jedes Zeitalter findet ein paar große Wahrheiten, ein paar allgemeine Sätze, mit denen es sich seine eigene Welt erobert.

Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 1851

Die Zeit, der schlaue Saturn, er heilt uns von jeder Wunde, um uns mit seiner Sense bald wieder eine neue Wunde ins Herz hineinzuschneiden.

Heine, H., Briefe. An Varnhagen von Ense, 28. März 1833

Jedes Zeitalter hat sein eigenes Gespenst, und unter Zittern und Zähneklappern vor demselben erziehen sich die Völker.

Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 1851

Man schaue auf die Zeichen der Zeit.

Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 1851

Die Zeit entschuldigt, wie sie tröstet. Worte sind in beiden Fällen von wenig Kraft.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 5. Kapitel

Wer Zeit finden will, findet sie. Wer nicht will, findet Ausreden.

Internet