Zeit Sprüche
Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit
760 Sprüche in dieser Kategorie
Ein schlechter Lehrer bietet die Wahrheit an, doch der gute lehrt, wie man sie findet.
Vorletzte Stunde Jede Stunde ist Tochter und Mutter zugleich Und macht uns arm, und macht uns reich. Und immer öffn' ich von neuem die Tür: "Tritt ein, du Stunde, was bringst du mir?" Sie schaut mich an: "Mich hab' ich gebracht; So hab' ich dein Leben reicher gemacht." – "Und ärmer!" schrei ich. Sie nickt und geht. Die Tochter schon auf der Schwelle steht. "Du, deine Mutter an mich vergaß! Bring du mir endlich" … Ernst fragt sie: "Was?" – "Das Leben!" fleh' ich. Da geht sie schon: "Vielleicht weiß meine Tochter davon." Und Kommen und Gehn und Kommen und Gehn, Kann kaum mehr an der Türe stehn, Und da schlurft noch eine Stunde herein, Und die wird nimmermehr Mutter sein…
Ein Pfeil geht zwar geschwind, die Luft saust schnell vorbei, Die Wolken laufen sehr, der Blitz fährt in die Eichen, Sprich, ob was Schnellers noch, als seine Strahlen sei! Blitz, Pfeil, Luft, Wolken sind der Zeit nicht zu vergleichen. Sie streicht geschwind dahin, kein Auge kann es sehn; Meer, Wind und Wetter sind von Menschen aufzuhalten, Die Zeit von keinem nicht; sie läßt auch Kaiser stehn, Nicht über einen Blick vermag ein Fürst zu walten. Wer kaufte nicht die Zeit für Millionen ein? Doch geht sie, weil sie mehr als gülden ist zu schätzen. Wer sich der Zeit bedient, kann reich in Armut sein. Beizeiten kann die Zeit in Glück und Ehren setzen. Drum, edle Menschen, braucht anitzt der edlen Zeit! Gar lange wird der Sand nicht in dem Glase bleiben; Und sucht die Weisheit mehr als die Ergötzlichkeit, Vertreibt die Zeit doch nicht, sie wird sich selbst vertreiben.
Die halbe Zeit vergeht im Widerstand, die halbe mit dem Ärger.
Für einen einzigen Augenblick Zeit, der mir gehört, gäbe ich all meine Reichtümer.
Wer seiner Zeit möglichst ferne steht, spiegelt diese am besten wieder.
Die Zeit Die ganze Zeit ist ein Orchester, In keinem Tempo mehr exakt. Die Dissonanz ist ihre Schwester, Und alles spielet ohne Takt.
Jedes Zeitalter schlägt von der hinter ihm liegenden Literatur andere Bücher auf und andere zu, lernt Vergessenes wieder und vergisst Gelerntes.
Jede Zeit erkennt die Fehler ihrer Vorgängerin, wie jeder Narr die Narrheit eines andern, aber nicht seine eigene.