Zeit Sprüche – weisheit

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Alles Echte dauert ewig, alle Wahrheit, alles Persönliche.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Magische Philosophie

Die Zeit: Dieser alte Mann – glatzköpfiger Betrüger.

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Wer Zeit hat, kann vieles abwarten.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Zeit ist ein wunderbares Kapital, dessen Wert unberechenbar, dessen rechte Benutzung hauptsächlich in der Angewöhnung und im Blute liegt.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Es gibt ein Zeitgefühl, das sich nicht betrügen läßt. Man kann auf Robinsons Insel gemütlicher leben als in Berlin; aber nur, solange es Berlin nicht gibt. [...]

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. V. Von zwei Städten

Man sagt, daß die Zeit ein großer Lehrer ist. Das Üble dabei ist, daß sie ihre Schüler tötet.

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Der Raum (die Welt) ist allen gemeinsam – es ist nicht meine, sondern unsere Welt. Aber jeder hat seine Zeit.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Ich habe Zeit, wie denn jedermann Zeit hat, wenn er nur will.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 106. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Vaco, et omnes vacant qui volunt

Die Zeit verläuft doch nicht leer, sie bringt und nimmt und läßt zurück. Man wird durch sie immer reicher, nicht gerade an Genuß, aber an etwas Höherem.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 4. Januar 1831

Der Kaufpreis der Ewigkeit ist die Zeit.

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Ja, so groß ist die Torheit der Menschen, daß, während sonst auch das Kleinste und Unbedentendste, wenn es nur überhaupt ersetzbar ist, von dem Empfänger als Schuldposten anerkannt wird, niemand sich als Schuldner fühlt dem gegenüber, der ihm seine Zeit gewidmet hat, während doch gerade dies das Einzige ist, was auch der Dankbare nicht wiedererstatten kann.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 1. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Willst du dir über die wahre Beschaffenheit eines Dinges klar werden, so lass nur die Zeit walten: im flüchtigen Vorüberströmen lässt sich nichts genau erkennen.

Seneca, Vom Zorn oder Über den Zorn (De Ira). III, 12. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Jedes Zeitalter findet ein paar große Wahrheiten, ein paar allgemeine Sätze, mit denen es sich seine eigene Welt erobert.

Riehl, Die bürgerliche Gesellschaft, 1851

In was für einem Jahrhundert es auch sein mag, die natürlichen Verhältnisse ändern sich nicht.

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Zeit gewonnen, alles gewonnen.

Machiavelli, Der Fürst (Il Principe), verfasst 1513; päpstliche Druckgenehmigung 1532 (posthum)

Man kann seiner eignen Zeit nicht böse sein, ohne selbst Schaden zu nehmen.

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43. Erstes Buch, 1. Teil, 16: Eine geheimnisvolle Zeitkrankheit

Nichtwirsind in der Zeit, sondern die Zeit – oder vielmehr nicht sie, sondern die reine absolute Ewigkeit istin uns!

Schelling, Philosophische Briefe über Dogmatismus und Kriticismus, 1795

Wie souverän doch ein Dummkopf die Zeit behandelt! Er vertreibt sie sich oder schlägt sie tot. Und sie läßt sich das gefallen. Denn man hat noch nie gehört, daß die Zeit einen Dummkopf vertrieben oder totgeschlagen hat.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). III. Mensch und Nebenmensch

Zeit und Unwissenheit, die beiden großen Förderer des Betrugs…

Fielding, Tom Jones – Die Geschichte eines Findelkindes (The History of Tom Jones, a Foundling), 1749

Der Zeit zu viel, der Zeit zu wenig zutrauen, beides ist nicht weise.

Herder, J. G., Briefe

Zeit ist Geldverschwendung.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)