Aristoteles

78 Sprüche

Die Glückseligkeit scheint in der Muße zu bestehen.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1177b (X, 7.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Sie [die Glückseligkeit] wollen wir immer wegen ihrer selbst, nie wegen eines anderen.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1097b (I, 5.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Glück zu vertragen ist nicht jedermanns Sache.

Aristoteles, Politik. 1308b (V, 8.) Übersetzt von August Ferdinand Lindau (1843)

Die Glückseligkeit stellt sich dar als ein Vollendetes und sich selbst Genügendes, da sie das Endziel allen Handelns ist.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1097b (I, 5.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Manche Leute nämlich halten die Bedingungen der Glückseligkeit für Bestandteile von ihr.

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Das menschliche Gut ist der Tugend gemäße Tätigkeit der Seele, und gibt es mehrere Tugenden: der besten und vollkommensten Tugend gemäße Tätigkeit. Dazu muß aber noch kommen, daß dies ein volles Leben hindurch dauert; denn wie eine Schwalbe und ein Tag noch keinen Sommer macht, so macht auch ein Tag oder eine kurze Zeit noch niemanden glücklich und selig.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1098a (I, 6.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Die Glückseligkeit besteht in dem glücklichen Leben, das glückliche Leben im tugendhaften Leben.

Aristoteles, Magna Moralia

Das Glück gehört denen, die sich selber genügen.

Aristoteles, Eudemische Ethik. VII, 2.

Wir alle sind Freunde der Glücklichen, während dem Unglücklichen noch nicht einmal der Vater ein Freund ist.

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Wenn das glückliche Leben in den Gütern bestünde, die der Zufall oder die Natur verleihen, so wäre es für viele von vornherein verschlossen.

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Tapferkeit in Verbindung mit Macht führt zu Tollkühnheit.

Aristoteles, Politik

Menschliche Glückseligkeit besteht in erfolgreichem Handeln.

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898

Der Mensch begehrt was angenehm, und meidet was schmerzlich ist.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. Hier nach der Übers. v. Adolf Lasson, Jena 1909

Die meisten Menschen wollen lieber Zuneigung geschenkt bekommen, als sie schenken.

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Wenn auf Erden die Liebe herrschte, so wären alle Gesetze zu entbehren.

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Diese Disposition der Menschen, zur unbegrenzten Begierde mehr zu haben, kommt zum Teile daher, daß sie nicht sowohl danach trachten,glückseligzu leben, als nur danach, zuleben. Und da diese Begierde zum Leben ins Unendliche geht, so verlangt sie auch eben so unbegrenzt die Vermehrung der Mittel zum Leben.

Aristoteles, Politik. 1257b-1258a (I, 9.) Übersetzt von Christian Garve (1803)

Wenn der von uns in der Ethik aufgestellte Grundsatz zu Recht besteht, daß das glückliche Leben ein Leben gemäß unbehinderter Tugend und die Tugend eine Mitte ist, so muß das mittlere Leben das beste sein, ein Leben, sagen wir, in einer Mitte, die für jeden zu erreichen ist.

Aristoteles, Politik. 1295a (IV, 11.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1912)

Ohne Freundschaft möchte niemand leben, hätte er auch alle anderen Güter.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1155a (VIII, 1.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Vollkommene Freundschaft ist das Wohlwollen unter Guten. Und weil sie gut sind, sind sie zugleich einander nützlich und bereiten einander Freude.

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Ferner ist sie [die Freundschaft] fürs Leben das Notwendigste.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1155a (VIII, 1.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Die Neigung zur Freundschaft entsteht oft plötzlich, die Freundschaft selbst aber braucht Zeit.

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