Aristoteles

78 Sprüche

In Armut und sonstiger Not aber gilt der Freund als die einzige Zuflucht.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1155a (VIII, 1.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Ist doch der Freund ein zweites Selbst.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1166a (IX, 4.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

So ist auch die Zahl der Freunde begrenzt, und ihr Maximum wird sich wohl danach bestimmen, mit wie vielen man zusammenleben kann.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1170b-1171a (IX, 10.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Den Jünglingen erwächst aus der Freundschaft Bewahrung vor Fehltritten, den Greisen die wünschenswerte Pflege und Ersatz für das, was ihre Schwäche selbst nicht mehr vermag, dem starken Mann Förderung zu jeder guten Tat.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1155a (VIII, 1.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Ein Leben ohne Freund ist ein langweiliges Leben.

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Sollen wir aber eine große Anzahl von Freunden haben? Oder gilt es auch von Freunden, was von den Gästen gesagt wird: Zu viele nicht; und auch nicht keinen?

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1170b (IX, 10.) Übersetzt von Daniel Jenisch (1791)

Vielen Freunden Gegendienste zu leisten ist beschwerlich, und es zu vollbringen, ist das Leben nicht lang genug. Daher sind mehr Freunde, als für das eigene Leben genügen, überflüssig und der Ausübung der Tugend hinderlich, und so bedarf man ihrer nicht. Auch der Freunde, die man um der Lust willen hat, braucht man nur wenige, wie auch bei der Speise wenig Gewürz hinreicht.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1170b (IX, 10.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

O meine Freunde, es gibt keine Freunde!

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Wann haben wir Freunde eher nötig: Wenn es uns gut geht oder wenn es uns schlecht geht?

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr

Wahre Freundschaft erfordert mehr Dauerhaftigkeit als launenhafte Intensität.

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Ein Leben ohne Freunde ist ein gescheitertes Leben.

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Nur wenn die Liebe dem Werte des Anderen entspricht, ist jene Gleichheit vorhanden, welche der Freundschaft eigen ist.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1158b (VIII, 8.) Übersetzt von Julius Hermann von Kirchmann (1876)

Wenn endlich der Tugendhafte wie zu sich selbst ebenso auch zum Freund sich verhält, der ja sein anderes Ich ist, – nun denn, so wird, wie das eigene Dasein von jedem begehrt wird, ebenso oder ähnlich das Dasein des Freundes von ihm begehrt.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1170b (IX, 9.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Wie sich der Wein dem Benehmen der Zecher mitteilt, so prägt auch die Freundschaft den Charakter derer, die sie genießen.

Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Es dürfte sich also empfehlen, daß man nicht darauf aus ist, möglichst viele Freunde zu erwerben, sondern nur so viele, als zum gemeinsamen Leben genügen. Es ist ja auch allem Anschein nach nicht möglich, mit vielen innig befreundet zu sein.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1171a (IX, 10.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Eine vollkommene Freundschaft gibt es nur zwischen guten und an Rechtschaffenheit sich gleichstehenden Menschen!

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr

Diejenigen aber, die in ihren Beziehungen nicht Lust um Lust, sondern Vorteil um Vorteil austauschen, sind sich weniger Freund und bleiben es auch weniger, vielmehr hören Verhältnisse, die auf dem Vorteil beruhen, mit eben diesem Vorteil auf, weil hier die Liebe nicht der Person galt, sondern lediglich dem eigenen Nutzen.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1157a (8, 5.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)

Denn es ist ja [...] der Freund ein zweites Ich.

Aristoteles, Magna Moralia. 1213a

Weisheit ist eine Art gebildeter Unverschämtheit.

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Der Weise sucht nicht das Vergnügen herbeizulocken, sondern den Schmerz zu vermeiden.

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Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.

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