Aristoteles

78 Sprüche

Platon ist mir lieb, aber die Wahrheit ist mir noch lieber.

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Plato ist mein Freund, doch mehr Freund ist mir die Wahrheit.

Ammonius, Leben des Aristoteles. Originaltext: Amicus Plato, sed magis amica veritas.

Die Wahrheit aber wissen wir nicht ohne Erkenntnis der Ursache.

Aristoteles, Metaphysik, entstanden zwischen 348 und 322 v. Chr., Erstdruck 1498. 993b (II, 1.) Übersetzt von Hermann Bonitz (1890)

Erlebnisse der Seele sind Zustände der Begeisterung und prophetischer Ahnung, die sich auf Grund von Traumerfahrungen einstellen.

Aristoteles, Über Philosophie (De philosophia). Fr. 10 Ross

Der denkenden Seele wohnen die Bilder der Einbildungskraft gleich dem Wahrgenommenen inne; wenn sie nun etwas Gutes oder Schlechtes bejaht oder verneint, so verabscheut oder verlangt sie danach. Deshalb denkt die Seele niemals ohne die Bilder der Einbildungskraft.

Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 431a (III, 7.) Übersetzt von J. H. von Kirchmann (1871)

Der Stoff ist das Mögliche, die Form das Wirkliche. Da nun das aus beiden Zusammengesetzte ein beseeltes Wesen ist, so ist der Körper nicht die Wirklichkeit einer Seele, sondern die Seele die Wirklichkeit eines bestimmten Körpers.

Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 414a (II, 2.) Übersetzt von Adolf Busse (1911)

Die Seele ist nun die Ursache und der Anfang des lebenden Körpers.

Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 415b (II, 4.) Übersetzt von J. H. von Kirchmann (1871)

In der Seele nämlich finden wir einen vernünftigen Teil, welcher herrschen, und einen sinnlichen, welcher beherrscht werden soll. Jeder hat seine eigne Tugend. Beide Tugenden aber sind Tugenden des Geistes. So verhält es sich auch mit allen andern Obern und Untergebenen.

Aristoteles, Politik. 1260a (I, 13.) Übersetzt von Christian Garve (1799)

Die Mitte ist in jeder Sache dasjenige, was die gesunde Vernunft für das schicklichste hält.

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Man wählt mithin den Krieg um des Friedens willen, die Arbeit der Muße wegen, das Notwendige und Nützliche des sittlich Schönen wegen.

Aristoteles, Politik. 1333a (VII, 14.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1912)

Betrachte nie einen Tag als verloren, an dem du gewartet hast, bis du an die Reihe kommst, dir nur deinen Anteil genommen und niemand zu übervorteilen versucht hast.

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Der Charakter des Menschen aber zeigt sich in denjenigen Reden und Handlungen, und bei demjenigen Teile seines ganzen Betragens, bei welchem er keine besondere Absicht hat.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1127a (IV, 13.) Übersetzt von Christian Garve (1801)

Ein vortrefflicher Charakter wählt immer den Mittelweg.

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Ohne Rechtschaffenheit ist es nicht leicht, in äußerem Glück die Bescheidenheit zu bewahren.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr

Unser Charakter ergibt sich aus unserem Benehmen.

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