Aus China
Kein Mensch kann volle tausend Tage glücklich sein. Keine Blume vermag hundert Tage zu blühen.
In einem alten chinesischen Märchen fragt die kleine Prinzessin Aju den weisen Gelehrten Ju Mi: Wohnt das Glück der Menschen, dort oben auf den leuchtenden Sternen, ehrwürdiger Vater? "Nein, mein Kind" antwortete dieser, "das Glück wohnt in unseren Herzen. Aber da verirrt sich selten jemand hin."
Kommt das Glück, wer kommt nicht? Kommt das Glück nicht, wer kommt?
Der zum Glück bestimmte Mensch braucht sich nicht zu beeilen.
Das Fenster öffnen und eine Biene aus dem Zimmer lassen – ist das vielleicht nicht Glück?
Alkohol gibt Glück für eine Stunde, die Ehe für drei Tage, Gärtner sein fürs ganze Leben!
Hast du Glück, beherrschest du die Teufel; hast du Unglück, beherrschen sie dich.
Ganz zufällig in einer Schachtel einen handgeschriebenen Brief von einem alten Freund zu finden: Ist das vielleicht kein Glück?
Man ist nie glücklich auf Kosten des Glückes anderer.
Die Liebe gleicht der Morgenröte, das Licht des Tages läßt sie verblassen. Die Freundschaft ist wie der Gesang der Amsel, zart wie ein Hauch, doch er begleitet dich den ganzen Tag!
Die Liebe weist dem Menschen seines Lebens Ziel. Die Vernunft gibt ihm die Mittel in die Hand, es zu erreichen.
Am Tag ist die Eule blind, bei Nacht die Krähe. Wen aber die Liebe blendet, der ist blind bei Tag und Nacht.