Aber nicht bloß im Wellenreiche, Auf der wogenden Meeresflut, Auch auf der Erde, so fest sie ruht Auf den ewigen, alten Säulen, Wanket das Glück und will nicht weilen.
Dein Glück ist heute gut gelaunet, Doch fürchte seinen Unbestand.
Nie kommt das Glück allein; Es folgt ihm stets; mit reicher Gaben Fülle Beladen die Begleitung nach.
Der hat nie das Glück gekostet, Der die Frucht des Himmels nicht Raubend an des Höllenflusses Schauervollem Rande bricht.
Dem Glück bezahlt' ich meine Schuld.
Bedenk, auf ungetreuen Wellen, Wie leicht kann sie der Sturm zerschellen, Schwimmt deiner Flotte zweifelnd Glück.
Einzeln nur, zerstreuet zeigen sich Des Glückes Fäden, die Gelegenheiten.
Sie haben das Wort »glücklich« genannt. Wie wird man das, Edwin? Arbeit ist die Bedingung des Lebens, das Ziel Weisheit, und Glückseligkeit, sagen Sie, ist der Preis.
Erde mag zurück in Erde stäuben, Fliegt der Geist doch aus dem morschen Haus! Seine Asche mag der Sturmwind treiben, Seine Liebe dauert ewig aus!
Ehret die Frauen! Sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
Was ist das Leben ohne Liebesglanz?
Wer sieht so scharf, so tief, wer anders, als der Falkenblick der Liebe.
Die Liebe will ein freies Opfer sein.
Liebealso – das schönste Phänomen in der beseelten Schöpfung, der allmächtige Magnet in der Geisterwelt, die Quelle der Andacht und der erhabensten Tugend – Liebe ist nur der Widerschein dieser einzigen Urkraft, eine Anziehung des Vortrefflichen, gegründet auf einen augenblicklichen Tausch der Persönlichkeit, eine Verwechslung der Wesen.
Sphären ineinander lenkt die Liebe, Weltsysteme dauren nur durch sie.
Allmächtge Liebe! Göttliche! Wohl nennt Man dich mit Recht die Königin der Seelen!
An** Du willst Wahres mich lehren? Bemühe dich nicht; nicht die Sache Will ich durch dich, ich will dich durch die Sache nur sehn.
Ach, allzuschnell nach kurzem Lenze, Entfloh die schöne Liebeszeit.
Das ist der Liebe heilger Götterstrahl, Der in die Seele schlägt und trifft und zündet, Wenn sich Verwandtes zum Verwandten findet, Da ist kein Widerstand und keine Wahl, Es löst der Mensch nicht, was der Himmel bindet.
Wenn jeder Mensch alle Menschen liebte, besäße jeder einzelne die Welt.
O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen, Der ersten Liebe goldne Zeit, Das Auge sieht den Himmel offen, Es schwelgt das Herz in Seligkeit, O! daß sie ewig grünen bliebe, Die schöne Zeit der jungen Liebe!