Für ein liebend Herz ist die gemeine Natur zu eng.
Die Liebe ist der Liebe Preis.
Ohne Liebe kehrt kein Frühling wieder, Ohne Liebe preist kein Wesen Gott!
Wo der Spanier liebt, da muß der Franzose, da muß jeder andre Bewerber zurücktreten.
Mir trauerte die ganze Welt, ich kannte nicht die schönsten Triebe. Nun habe ich, was mir längst gefehlt; beneide mich Natur – ich liebe!
Einem Liebhaber, der den Vater zu Hilfe ruft, trau ich – erlauben Sie, – keine hohle Haselnuß zu.
Einen nur Wird meine Liebe glücklich machen – einen – Doch diesen einzigen zum Gott.
Du hast nur tote Güter zu vergeben! DaseineHöchste, was das Leben schmückt, Wenn sich ein Herz, entzückend und entzückt, Dem Herzen schenkt in süßem Selbstvergessen, Die Frauenkrone hast du nie besessen, Nie hast du liebend einen Mann beglückt!
Er kommt! Er sieht! - Er liebt!
Uns alle bewegt der Wunsch, die Leidenschaft.
Die Freundschaft Freund! genügsam ist der Wesenlenker – Schämen sich kleinmeisterische Denker, Die so ängstlich nach Gesetzen spähn – Geisterreich und Körperweltgewühle Wälzet eines Rades Schwung zum Ziele, Hier sah es mein Newton gehn. Sphären lehrt es, Sklaven eines Zaumes, Um das Herz des großen Weltenraumes Labyrinthenbahnen ziehn – Geister in umarmenden Systemen Nach der großen Geistersonne strömen, Wie zum Meere Bäche fliehn. Wars nicht dies allmächtige Getriebe, Das zum ewgen Jubelbund der Liebe Unsre Herzen aneinander zwang? Raphael, an deinem Arm – o Wonne! Wag auch ich zur großen Geistersonne Freudigmutig den Vollendungsgang. Glücklich! glücklich! Dich hab ich gefunden, Hab aus Millionen dich umwunden, Und aus Millionen mein bist du – Laß das Chaos diese Welt umrütteln, Durcheinander die Atomen schütteln: Ewig fliehn sich unsre Herzen zu. Muß ich nicht aus deinen Flammenaugen Meiner Wollust Widerstrahlen saugen? Nur in dir bestaun ich mich – Schöner malt sich mir die schöne Erde, Heller spiegelt in des Freunds Gebärde, Reizender der Himmel sich. Schwermut wirft die bange Tränenlasten, Süßer von des Leidens Sturm zu rasten, In der Liebe Busen ab; – Sucht nicht selbst das folternde Entzücken In des Freunds beredten Strahlenblicken Ungeduldig ein wollüstges Grab? – Stünd im All der Schöpfung ich alleine, Seelen träumt' ich in die Felsensteine Und umarmend küßt' ich sie – Meine Klagen stöhnt' ich in die Lüfte, Freute mich, antworteten die Klüfte, Tor genug! der süßen Sympathie. Tote Gruppen sind wir – wenn wir hassen, Götter – wenn wir liebend uns umfassen! Lechzen nach dem süßen Fesselzwang – Aufwärts durch die tausendfache Stufen Zahlenloser Geister, die nicht schufen, Waltet göttlich dieser Drang. Arm in Arme, höher stets und höher, Vom Mongolen bis zum griechschen Seher, Der sich an den letzten Seraph reiht, Wallen wir, einmütgen Ringeltanzes, Bis sich dort im Meer des ewgen Glanzes Sterbend untertauchen Maß und Zeit. – Freundlos war der große Weltenmeister, FühlteMangel– darum schuf er Geister, Selge SpiegelseinerSeligkeit! – Fand das höchste Wesen schon kein gleiches, Aus dem Kelch des ganzen Seelenreiches Schäumtihm– die Unendlichkeit.
Mein Herz, Versprech ich Ihnen, soll allein und ewig Der Richter meiner Liebe sein.
Wohl darf die Liebe werben um die Liebe.
Liebe findet nicht statt unter gleichtönenden Seelen, aber unter harmonischen.
Wie süß ists, das Geliebte zu beglücken Mit ungehoffter Größe Glanz und Schein!
Sonst, wenn ich nach Hause kam, Berge auf meinem Herzen, hüpfte mir meine Berta entgegen, und meine Berta lachte sie weg.
Amors süßer Zaubermacht Ist der Orkus untertänig: Freundlich schmollt der schwarze König, Wenn ihm Ceres' Tochter lacht; Liebe sonnt das Reich der Nacht.
Vor dem Glücklichen her tritt Phöbus, der pythische Sieger, Und der die Herzen bezwingt, Amor, der lächelnde Gott.
Laßt uns helle denken, so werden wir feurig lieben.
Große Seelen macht die Liebe größer.