Friedrich von Schiller (1759–1805)

366 Sprüche Klassik

Tiefere Bedeutung liegt in den Märchen meiner Kinderjahre als in der Wahrheit, die das Leben lehrt.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 4. Akt, 3. Auftritt, Max

Menschliches Wirken An dem Eingang der Bahn liegt die Unendlichkeit offen, Doch mit dem engesten Kreis höret der Weiseste auf.

Schiller, F., Gedichte. 1797

Glaubwürdigkeit Wem zu glauben ist, redliche Freunde, das kann ich euch sagen: Glaubt dem Leben, es lehrt besser als Redner und Buch.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Ein Wort nimmt sich, ein Leben nie zurück.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 6. Auftritt, Gordon

Jeder baut sich seine Pyramide, wenn er sie auch nicht biß an die Spitze bringt, so hat er doch gewiß nichts beßres thun können!

Schiller, F., Briefe. An Karl von Knebel, Mitte Februar 1789. Originaltext

O! das Leben, Vater, Hat Reize, die wir nie gekannt.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt, Max

Uns aber treibt das verworrene Streben Blind und sinnlos durchs wüste Leben.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor

Ist Leben doch des Lebens höchstes Gut! Ein Rasender, der es umsonst verschleudert!

Schiller, Maria Stuart, 1800. 3. Akt, 6. Auftritt, Mortimer

Wir, wirleben!Unser sind die Stunden, Und der Lebende hat recht.

Schiller, F., Gedichte. Aus: An die Freunde, 1802

Denn wer den Besten seiner Zeit genug Getan, der hat gelebt für alle Zeiten.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallenstein, Prolog, 1798

Verflucht sei, wer sein Leben an das Große Und Würdge wendet und bedachte Plane Mit weisem Geist entwirft! Dem Narrenkönig Gehört die Welt.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 3. Akt, 6. Auftritt, Talbot

Herb ist des Lebens Innerster Kern.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Punschlied, 1803

Dann erst genieß ich meines Lebens recht, wenn ich mir's jeden Tag aufs neu' erbeute.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 3. Akt, 1. Szene, Tell

Wer durchs Leben Sich frisch will schlagen, muß zu Schutz und Trutz Gerüstet sein.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 3. Akt, 1. Szene, Tell

Denn aus der Kräfte schön vereintem Streben Erhebt sich, wirkend, erst das wahre Leben.

Schiller, Die Huldigung der Künste. Ein lyrisches Spiel, Erstaufführung in Weimar am 12. November 1804

Es freue sich, Wer da atmet im rosigten Licht! Da unten aber ists fürchterlich, Und der Mensch versuche die Götter nicht Und begehre nimmer und nimmer zu schauen, Was sie gnädig bedecken mit Nacht und Grauen.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Der Taucher, 1797

Jede Straße führt ans End der Welt.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 4. Akt, 3. Szene, Tell

Das Belebende Nur an des Lebens Gipfel, der Blume, zündet sich Neues In der organischen Welt, in der empfindenden, an.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, Erstdruck in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Das Leben ist das einz'ge Gut des Schlechten.

Schiller, Maria Stuart, 1800

Ernst liegt das Leben vor der ernsten Seele.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 3. Akt, 8. Auftritt, Thekla

Das Leben ist der Güter höchstesnicht.Der Übel größtes aber ist dieSchuld.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor