Henri Stendhal (1783–1842)

78 Sprüche Klassik

Es ist unnötig, das Glück zu definieren.

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Die Seele bekommt alles Einförmige satt, auch das vollkommene Glück.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Besteht zwischen zwei Menschen völlige Natürlichkeit, so darf ihr Glück für gegründet gelten. Zuneigung und einige andere Gesetze des Seelenlebens machen es einfach zum größten überhaupt möglichen Glück.

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Aber ohne Arbeit gibt es kein Glück.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Das Glück beschreiben, heißt es verderben.

Stendhal, Bekenntnisse eines Ichmenschen. Selbstbiographien, Tagebücher, Nekrologe, 1832 (posthumer Erstdruck 1892). Deutsch von Friedrich von Oppeln-Bronikowski 1905. Tagebuch, Paris, 4. Februar 1813

Das größte Glück, das die Liebe zu geben vermag, liegt im ersten Händedruck der geliebten Frau.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Zwiefacher Minne kann niemand huldigen.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Von dem Augenblick an, wo man liebt, sieht selbst der Klügste kein Ding mehr so, wie es wirklich ist.

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Liebe ist wie eine ewige Krankheit; sie kommt und geht, ohne daß der Wille auch nur die geringste Rolle dabei spielt.

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Die Liebe ist die einzige Leidenschaft, die mit einer Münze bezahlt wird, die sie selber prägt.

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Liebe ist die Wonne, ein liebenswertes und uns selbst liebendes Wesen mit allen Sinnen zu betrachten, zu berühren, zu fühlen.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Wahre Liebe macht den Gedanken an den Tod zu etwas Gewöhnlichem, Erträglichem, des Schreckens Barem, zu einem einfachen Gleichnis oder zu einem Preis, den man für gewisse Dinge gern bezahlt.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Die ganze Kunst der Liebe beruht, wie mir scheint, darauf, daß man ausspricht, was der Zauber des Augenblicks erfordert, in anderen Worten: daß man seinem Herzen folgt. Man wähne nicht das sei leicht.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Wer die Frauen im Allgemeinen liebt, sollte aufpassen, nicht einer speziell zu verfallen.

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Die Liebe, der man in der oberen Gesellschaft begegnet, ist Wettkampf, ist Spiel.

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Eine entflammte Seele stellt sich nicht die letzte Gunst, sondern die nächste vor.

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Wenn du, zärtliche Frau, dich überzeugen willst, ob der angebetete Mann dich leidenschaftlich liebt, so erforsche seine frühe Jugend.

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Außer Liebchens Zärtlichkeit ein rechter Liebster nichts begehrt.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Aber was ist Liebe ohne Alleinsein?

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Ich hätte nie gedacht, dass Liebe so bar aller Eitelkeit sein könne.

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Die Liebe verhüllt sich in ihr Übermaß.

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