Warum nur streben wir in unserem kurzen Leben so entschlossen nach so vielen Dingen?

Horaz, Gedichte (Carmina). 2,16 Übers. Internet Originaltext: Quid brevi fortes iaculamur aevo multa?

Ein unerfreuliches und unglückliches Leben musst du führen, um dich immer wieder neuen Mühen zu stellen.

Horaz, Epoden (Epodes), um 30 v. Chr. 17. Übers. Internet Originaltext: Ingrata miser vita ducenda est in hoc, novis ut usque suppetas laboribus.

Was wird mit mir, dem das Leben angenehm ist, wenn du lebst, schwer aber, wenn es anders kommt?

Horaz, Epoden (Epodes), um 30 v. Chr. 1. Übers. Internet Originaltext: Quid nos, quibus te vita se superstite, iucundas, si contra, gravis?

Ein Freund – die Hälfte meiner Seele.

Internet

Ein keusches Weib ist nicht an Putz und Anstand von der feilen Dirne verschiedener als der Freund vom Schmeichler ist.

Horaz, Briefe (Epistolae). I 18, 3-4 Originaltext: Ut matrona meretrici dispar erit atque discolor, infido scurrae distabit amicus.

Süß ist allein dem Unerfahrenen die Huldigung eines mächtigen Freundes, der Erfahrene ist voll Furcht.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 18, 86f. Originaltext: Dulcis inexpertis cultura potentis amici: expertus metuet.

Wenn selbsteigene Fehler mit triefenden Augen du musterst, Weshalb ist so geschärft dein Blick bei den Mängeln der Freunde [...]?

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. Übersetzt von Wilhelm Binder, 1861

Freund eines Großen zu sein erscheint nur denen angenehm, die es nie probiert haben.

Internet

Von einem Freund dürfen wir uns nicht abwenden, auch wenn er Fehler macht.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 1, 3, 43-44. Übers. Internet Originaltext: Nos debemus amici siquod sit vitium non fastidire.

Solange ich bei gutem Verstand bin, soll mir nichts über einen liebenswürdigen Freund gehen.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 1, 5, 44, Übers. Internet Originaltext: Nil ego contulerim iucundo sanus amico.

Um einen Menschen zu morden, erheben sich des Nachts die Räuber, doch um dich selbst zu retten, willst du nicht aus deiner Untätigkeit erwachen?

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 2, 32-33. Übersetzung: Internet Originaltext: Ut iugulent hominem, surgunt de nocte latrones: ut te ipsum serves, non expergisceris?

Die Tugend liegt darin, das Laster zu fliehen, und von Dummheit frei zu sein, ist der Beginn der Weisheit.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 1, 41-42. Originaltext: Virtus est vitium fugere et sapientia prima stultitia caruisse

Der Weisheit Beginn ist, ledig der Torheit sein.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 1, 41 Originaltext: Virtus est vitium fugere.

Wage es, weise zu sein! Fang an! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur einem Bauern, der darauf wartet, daß der Fluß versiegt, bevor er ihn überquert.

Internet

Nur der ist weise, der immer sich beherrscht; Den Armuth, Ketten, selbst der Tod nicht schrecken kann; Der seine Leidenschaften dämpft; Der eitle Sucht nach Ruhm und Ehre festen Muths besiegt; Und in sich selbst schon mehr besitzt Als ihm der Erdball geben, Das wankelhafte Glück ihm rauben kann.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 2,7 Übersetzt von C. M. Wieland, Leipzig 1782 Originaltext: Quisnam igitur liber? sapeins sibi qui imperiosus, quem neque pauperies neque mors neque vincula terrent, responsare cupidinibus, contemnere honores fortis, et in se ipso totus, teres atque rotundus, externi ne quid valeat per leve morari, in quem manca ruit semper fortuna.

Untätig bleibt, wer fürchtet, nicht erfolgreich zu sein.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 17, 37. Übersetzung: Internet Originaltext: Sedit qui timuit, ne non succederet.

Demjenigen, der vieles erstrebt, wird vieles fehlen.

Horaz, Gedichte (Carmina). 3,16 Übers. Internet Originaltext: Multa petentibus desunt multa.

Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 1, 9, 59-60 Originaltext: Nil sine magno vita labore dedit mortalibus.

Es ist Maß und Zeit in den Dingen, es gibt schließlich bestimmte Grenzen.

Internet

Was schwächt die Zeit nicht ab, die verheerende!

Horaz, Gedichte (Carmina)

Ungestüm aber enteilt die Zeit.

Horaz, Gedichte (Carmina). 2, 5, 13. Übers. Internet Originaltext: Currit enim ferox aetas