Die kurze Lebenszeit verbietet eine lange Hoffnung zu beginnen.

Horaz, Gedichte (Carmina). 1, 4,15. Übers. Internet Originaltext: Vitae summa brevis spem nos vetat incohare longam

Erfahrung macht bedenklich.

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Indes das Leben andern zwischen Hoffen und Wünschen, zwischen Furcht und Zorn entschlüpft, nimm du den Tag, der anbricht, für den letzten: So wird dir jede unverhoffte Stunde, die noch hinzu kommt, desto werter erscheinen.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 4, 12f. Übersetzt von Christoph Martin Wieland

Sterben ist das Letzte.

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Wem des anderen Schicksal gefällt, dem ist sein eigenes gänzlich verhasst.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 14, 11. Übersetzung: Internet Originaltext: Cui placet alterius, sua nimirum est odio sors.

Ein säumigeres Schicksal, als es deinen Wünschen entspricht, erwartet dich.

Horaz, Epoden (Epodes), um 30 v. Chr. 17. Übers. Internet Originaltext: Sed tardiora fata te votis manet.

Wirst du auch sanfter und besser, indem das Alter herannaht?

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Die Jahre rauben uns während ihres Ablaufs ein Glück nach dem anderen.

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Jedes Jahr des Lebens, wie es abgeht, nimmt auch was von uns als Beute mit.

Horaz, Briefe (Epistolae). An Julius Florus. Übersetzt von Christoph Martin Wieland

Ergrautes Haar macht die Gemüter mild.

Horaz, Gedichte (Carmina). 3, 14, 25. Übers. Internet Originaltext: Lenit albescens animos capillus

Viele Annehmlichkeiten bringen die Jahre, wenn sie kommen, viele davon nehmen sie mit sich, wenn sie gehen.

Horaz, Die Dichtkunst (Ars poetica = Epistula ad Pisones). 175-176. Übers. Internet Originaltext: Multa ferunt anni venientes commoda secum, multa recedentes adimunt

Entschwunden ist die Jugend und die sittsame Farbe ließ nur Knochen, umhüllt von bleicher Haut.

Horaz, Epoden (Epodes), um 30 v. Chr. 17. Übers. Internet Originaltext: Fugit iuventas et verecundus color reliquit ossa pelle amicta lurida.

Gott kann das Tiefste ins Höchste verwandeln, den Hochmütigen erniedrigen und aus Dunkel Licht machen.

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Die Wahrheit lachend vorzutragen – was spricht dagegen?

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 1,1,24. Originaltext: Ridentem dicere verum quid vetat?

Lächelnd die Wahrheit sagen.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 1, 1, 24 Originaltext: Ridentem dicere verum.

Untersuche, ob auch das wahr ist, was du hörst.

Horaz, Briefe (Epistolae). 1,16 ,17. Originaltext: Cura, esse quod audis.

Wer über See fährt, wechselt den Horizont, nicht den Charakter.

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Nur das Klima vertauscht, nicht den Sinn, wer über das Meer fährt.

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Fest sei die Grenze, zu der dein Wunsch strebt.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 2, 56. Übersetzung: Internet Originaltext: Certum voto pete finem.

Gewöhnlich gilt der Bescheidene als verschlossen und der Schweigsame als bitter.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 18, 94-95. Übersetzung: Internet Originaltext: Plerumque modestus occupat obscuri speciem, taciturnus acerbi.

Den Himmel, nicht die Gesinnung ändert, wer über das Meer eilt.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 11, 27. Übersetzung: Internet Originaltext: Caelum, non animum mutant, qui trans mare currunt.