Die kurze Dauer des Lebens kann uns nicht von seinen Freuden abbringen, noch über seine Mühsal trösten.
Wer das Leben eines einzelnen Menschen betrachtet, findet darin die Entwicklung der ganzen Menschheit, die weder Wissen noch Erfahrung gutzumachen imstande waren.
Die Kürze unseres Erdenlebens ist eine Gewißheit, die weder unsere Freuden stören noch unseren Kummer lindern kann.
Wenn unsere Freunde uns Dienste erweisen, so denken wir, sie schuldeten sie uns als Freunde, ohne zu bedenken, dass sie uns ihre Freundschaft nicht schuldig sind.
Wir wissen unseren Freunden für die Schätzung unserer guten Eigenschaften wenig Dank, wenn sie auch nur wagen, unsere Fehler wahrzunehmen.
Man kann schlecht von einem Menschen denken und doch wahrhaft sein Freund sein. Wir sind nicht so zartbesaitet, daß wir nur die Vollkommenheit lieben könnten; es gibt sogar Laster, die uns gefallen, sogar an andern.
Raten, das heißt, den Menschen Motive zum Handeln geben, die sie nicht kennen.
Neu und originell wäre das Buch, das einen alte Wahrheiten lieben lehrte.
Weisheit ist der Tyrann der Schwachen.
Der Irrwahn derer, die Erfolg haben, besteht darin, sich für schlau zu halten.
Die sogenannten Ehrenmänner aller Stände gewinnen nicht am wenigsten.
Wir nehmen gewöhnlich Erfolg wie Mißerfolg auf uns und tadeln oder loben uns für etwas, das eine Laune des Schicksals war.
Wir sind nicht damit zufrieden, findig zu sein, wenn man nicht weiß, daß wir es sind, und um nicht unsern Ruhm davon einzubüßen, bringen wir uns oft um die Früchte.
Die Frucht der Arbeit ist die süßeste aller Freuden.
Tätige Menschen ertragen die Langeweile ungeduldiger als die Arbeit.
Tätigkeit erreicht mehr als Klugheit.
Die Hoffnung befeuert den Weisen und narrt den Vermessenen und den Trägen, die gedankenlos auf ihren Versprechungen ausruhen.
Die lächerlichsten und kühnsten Hoffnungen sind manchmal die Ursache außerordentlicher Erfolge gewesen.
Hoffnung ist das nützlichste oder verderblichste aller Güter.