Oscar Wilde (1854–1900)

174 Sprüche Realismus

Ach, was für ein Kreuz ist doch diese öde Familiensimpelei!

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Wir leben in einer Zeit, die zuviel liest, um weise, und zuviel denkt, um schön zu sein.

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Jeder Mann von Ehrgeiz muß gegen sein Jahrhundert mit dessen eigenen Waffen kämpfen.

Wilde, Ein idealer Gatte (An Ideal Husband), 1895

Die Zeiten leben in der Geschichte durch ihre Anachronismen.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Wer seiner Zeit möglichst ferne steht, spiegelt diese am besten wieder.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Zeit ist Geldverschwendung.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Wir alle schreiten durch die Gasse, aber einige wenige blicken zu den Sternen auf.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Etwas war gestorben in jedem von uns. Und was gestorben war, war die Hoffnung.

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Seine eigenen Erfahrungen bedauern heißt, seine eigene Entwicklung aufhalten.

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Der einzige Unterschied zwischen einem Mann und einem Kind ist die Erfahrung.

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Erfahrung ist der Name, mit dem jeder seine Dummheiten bezeichnet.

Wilde, Lady Windermeres Fächer (Lady Windermere’s Fan: A Play About a Good Woman), 1892. 3. Akt, Dumby

Das werde ich heute Nacht in mein Tagebuch schreiben […], daß ein gebranntes Kind das Feuer liebt.

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Erfahrung! Diesen Namen geben die Menschen ihren Fehlern.

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Wir gewinnen im Leben bestenfalls eine einzige wesentliche Erfahrung, und das Geheimnis der Lebenskunst besteht darin, diese Erfahrung möglichst oft zu reproduzieren.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Die Erfahrung ist eine Frage des Lebensinstinkts.

Wilde, Lady Windermeres Fächer (Lady Windermere’s Fan: A Play About a Good Woman), 1892. 3. Akt, 2. Szene, Graham zu Lord Darlington

Ein Gedanke, der nicht gefährlich ist, ist gar nicht wert, ein Gedanke zu sein.

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Der Wert des Gedankens steht in gar keinem Zusammenhang mit der aufrichtigen Gesinnung dessen, der ihn gefaßt hat.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Die Religion? Der beliebte Ersatz für den Glauben.

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Religionen sterben, wenn ihre Wahrheit erwiesen ist.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Es gibt keineswegs dergleichen wie ein Omen. Das Schicksal sendet nie seine Boten voraus. Dazu ist es zu klug oder zu grausam.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Um die Tragödien der anderen liegt immer etwas wie Banalität.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)