Gut erzogen zu sein ist heutzutage ein großer Nachteil. Es schließt einen von so vielem aus.
Wohlerzogene widersprechen andern. Weise widersprechen sich.
Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist.
Das Glück des verheirateten Mannes besteht in den vielen Frauen, die er nicht geheiratet hat.
Jedes Experiment ist wertvoll, und was man auch gegen die Ehe sagen kann, sie ist sicher ein Experiment.
Es gibt nur eine Tragödie im Leben der Frau: Daß ihre Vergangenheit stets ihr Geliebter und ihre Zukunft stets ihr Mann ist. Ein idealer Gatte.
Zwanzig Jahre Romantik machen eine Frau zu einer Ruine. Zwanzig Jahre Ehe machen sie zu einem fast öffentlichen Gebäude.
Der einzige Reiz der Ehe ist, daß sie ein Leben der Täuschung für beide Teile absolut notwendig macht.
Die hauptsächlichste Gefahr der Ehe liegt darin, daß man selbstlos wird. Selbstlose Leute sind farblos.
Die eigentliche Grundlage der Ehe ist tiefes Einander-Mißverstehen.
Lieber Himmel! Wie die Ehe einen Mann doch ruiniert! Sie ist gerade so demoralisierend wie Zigaretten und weit teurer.
Es ist ein Skandal, wie viele Frauen in London mit ihren eigenen Männern kokettieren. Das macht einen so schlechten Eindruck. Es heißt einfach, öffentlich seine reine Wäsche waschen.
Der wirkliche Nachteil der Ehe ist, daß man durch sie uneigennützig wird, – und selbstlose Menschen sind farblos. Es fehlt ihnen an Individualität!
Das wachsende Gefühl für Moral bei Frauen macht Ehen zu einer so hoffnungslosen, einseitigen Einrichtung.
Eine Frau, die eines Mannes Liebe aufrechterhalten und ihn wiederlieben kann, hat alles getan, was die Welt von Frauen verlangt oder von ihnen verlangen sollte.
Eine Frau, die dahintergelangt ist, daß ihr Gatte sie vernachlässigt, beginnt sich selbst zu vernachlässigen, oder sie schafft sich wunderbare Hüte an, die der Gatte einer andern bezahlt.
London ist voll von Frauen, die an ihre Gatten vertrauend glauben. Man erkennt sie sogleich; sie sehen so unglücklich aus.