Die Barmherzigkeit der Zeit besteht in ihrer Unbarmherzigkeit.
Das Menschenherz ist ein Kirchhof begrabener Hoffnungen.
Erfahrungen, die man in den Stürmen des Lebens gemacht hat, schlägt man in sonnigen Zeiten gern wieder in den Wind.
Je älter man wird, desto mehr erstaunt man, wie viele seiner Erfahrungen man vorher als Sprichwörter auswendig gelernt hat.
Nichts hat oft so starkes Gewicht als gewisse Imponderabilien.
Die wehmütigste Erfahrung des Menschenlebens ist die, so vieles nur noch tröpfeln zu sehen, was einst strömte.
Auf manche Leute machen nur die Erfahrungen des Geldbeutels Eindruck.
Bis der Mensch einer Erfahrung glaubt, muss er noch viele gleiche gemacht haben.
Es ist Menschenart, den Schatz seiner Erfahrungen immer eher für andere ausmünzen zu wollen als für sich selbst.
Man kann sehr viel erfahren, ohne erfahren zu werden.
Wenn das Kapital der Erfahrungen sich vererben würde, wären wir alle Millionäre der Lebensweisheit.
Es gibt Leute, die erschrecken, wenn sie einen Gedanken haben.
Gedankenlos handeln wir am häufigsten dann, wenn wir in Gedanken sind.
Nirgends wuchert mehr Unkraut als auf dem Grabe eines großen Gedankens.
Es ist nichts so klein, dass ein menschlicher Gedanke es nicht weihen; nichts so groß, dass ein solcher es nicht entweihen könnte.
Auch des Gedankens Gold will gemünzt sein, soll es unter die Leute kommen.