Publilius Syrus
Der Liebe Beginn, nicht jedoch ihr Ende liegt in dem freien Ermessen der Seele.
Ein Liebender weiß zu wünschen, nicht weise zu sein.
Liebe kann man nicht entreißen, aber sie kann vergehen.
Zu lieben ist der Vorteil der Jugend, doch das Vergehen des Alters.
Die Zeit, nicht der Wille beendet die Liebe.
Wenn du liebst, kannst du nicht denken, und wenn du denkst, nicht lieben.
Selten muss sein, was du lange lieben willst.
Im Verborgenen beginnen die Augen die Liebe, der Liebesakt vollendet sie.
Entfliehen kann man weder dem Tod noch der Liebe.
Geliehen, nicht geschenkt ist uns das Leben.
Im Unglück ist sogar das Leben eine Kränkung.
Schlecht lebt, wer ewig zu leben glaubt.
Kurz ist das Leben, länger wird es durch Unglück.
Wer nur für sich selbst lebt, ist für die anderen tot.
Wie glücklich ist das Leben, das ohne Hass verlief.
Hoffnung erquickt den Armen, Besitz den Geizigen und Tod den Unglücklichen.
Das Mahl macht mehr Freunde als der Geist.
Durch Nachdenken lernt man Weisheit.
Der Weise wird seinem Herzen gebieten, der Einfältige ihm dienen.